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Mein Name ist Isabella Jaburek-Nourry.

Ich bin Farb-, Stil- und Imageberaterin und ich blogge regelmäßig über Mode-, Stil-, Image- oder  Farbthemen.

 

Zum Ende des Jahres sollte eigentlich die besinnliche und ruhige Zeit kommen, in der wir entspannt einen Glühwein trinken und die vergangenen Monate Revue passieren lassen. Stattdessen stecken wir mitten im Weihnachtsstress, die letzten Wochen des Jahres vergehen wie im Flug und schon ist wieder Advent.

Dann steht plötzlich auch noch die Weihnachtsfeier der Firma vor der Tür und die damit verbundene Frage: Was soll ich bloß anziehen?

In diesem Artikel knacken wir den Dresscode Weihnachtsfeier, damit wir diese einfach nur genießen können.

 

 

 

Am normalen Dresscode orientieren

 

 

 

 

 

 

Den ersten Anhaltspunkt für das Styling zur Firmenfeier gibt uns der alltägliche Dresscode im Büro. Egal, ob Business Casual oder ganz lässig in Jeans und T-Shirt, unser normales Büro-Outfit legt auch den Grundstein für den Party-Look. Wenn es bei der Arbeit legerer zu geht, wird niemand auf der Weihnachtsfeier ein Ballkleid erwarten. Wenn allerdings normalerweise Anzug und Kostüm Standard sind, ist auch der Dresscode für die Feier formell. Grundsätzlich können wir uns immer auch mit Kollegen und Kolleginnen über die Outfitwahl absprechen, so tritt niemand ins Fettnäpfchen.

 

 

 

Professionalität wahren

 

 

… wir wollen auch nach der Weihnachtsfeier noch als professionell und kompetent wahrgenommen werden …

 

 

 

Klar, auf der Weihnachtsfeier darf die Stimmung etwas ausgelassener sein, als normalerweise im Büro. Trotzdem müssen wir immer im Hinterkopf behalten, dass es sich um eine offizielle Veranstaltung der Firma handelt. Die Bluse mit dem großen Ausschnitt oder der kurze Rock, den wir sonst zum Ausgehen tragen, sollten an diesem Abend im Schrank bleiben. Feminin darf es natürlich trotzdem sein, ein schmaler Bleistiftrock oder ein umschmeichelndes Kleid sind schick, ohne zu aufreizend zu sein.

Das Gleiche gilt für hohe Schuhe. Der Absatz sollte nicht viel höher sein als normalerweise im Büro (5-7cm). Aber auch bei der Weihnachtsfeier freuen wir uns über die positive Wirkung der paar Zentimeter, die uns aufrechter und selbstbewusster auftreten lassen.

Während wir bei der Feier natürlich auch nicht zu tief ins Glas schauen sollten, gilt in erster Linie eine Sache: nicht zu viel Haut zeigen! Mit einem sexy Outfit vermitteln wir einfach die falsche Botschaft. Im Job geht es schließlich um die Kompetenz, nicht um den Körper und wir wollen auch nach der Weihnachtsfeier noch als professionell und kompetent wahrgenommen werden.

 

 

 

Die Location entscheidet

Neben dem gewöhnlichen Dresscode ist die Location der Feier genauso wichtig für unsere Outfit-Wahl:

 

 

 

Café 

 

 

 

 

 

 

 

Bei einem gemütlichen Nachmittag im Café um die Ecke kann es gerne ein bequemer, aber trotzdem schicker Look sein. Ein Plissee-Rock zu einem weichen Pullover eignet sich gut, ein Outfit, das wir auch bei einer Feier mit der Familie oder Freunden anziehen würden.

 

 

 

Restaurant 

 

 

 

 

 

 

 

Wenn vom Chef in ein schickes Restaurant eingeladen wird, dürfen wir uns schon mehr in Schale schmeißen. Elegante und klassische Looks sind hier gefragt. Beispielsweise ein tolles Midi-Kleid mit Strumpfhose und Stiefeletten, dazu edlen Schmuck und fertig ist das Weihnachtsfeier-Outfit. Wer noch einen solchen Kleid-Klassiker sucht, der wird bequem und einfach online fündig, ohne sich durch den Weihnachtstrubel im Laden zu schlagen.

 

 

 

Im Büro

 

 

 

 

 

 

 

Bei Feierlichkeiten in den Büroräumen können wir uns komplett nach dem normalen Dresscode richten. Mit Sneakers oder lässigen Boots können wir den klassischen Look ein wenig auflockern, es gibt ja schließlich was zu feiern.

 

 

 

Dezent schminken

 

 

 

Auch mit dem Make-up sollten wir es auf der Firmenfeier nicht übertreiben. Im Idealfall genauso schminken, wie sonst auch und das Make-up dann mit Lippenstift oder ein wenig Lidschatten aufwerten. Tolle Tipps für ein einfaches Tages-Make-up gibt es außerdem hier.

 

 

 

Eine einfache Formel

 

 

 

Wer sich völlig unsicher ist, wie das Büro-Outfit weihnachtsfeiertauglich wird, für den gibt es eine simple Fashion-Formel: zum Alltagslook einfach ein ausgefalleneres Teil kombinieren. Egal, ob mit einer leicht transparenten Bluse, mit Schuhen mit Glitzer-Besatz oder mit auffälligem Schmuck, mit diesen Details lässt sich jedes Outfit im Handumdrehen und ohne viel Aufwand aufpeppen. Gleichzeitig können wir mit dem Büro-Look nicht völlig falsch liegen, solange natürlich nicht ausdrücklich von einem anderen Dresscode die Rede ist.

 

 

 

Ich wünsche Ihnen eine stilvolle und entspannte Weihnachtsfeier!

 

 

 

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Foto-Credit:

Portait: Britta Neubinger

Titelbild: djile / shutterstock.com

Bilder im Text:

Pulli & Hose: alexandra-isvanescu / unsplash.com

Partystimmung:  4 PM production / shutterstock.com

Restaurant: mona-masoumi / unsplash.com

Büro: antenna-ZDN / unsplash.com

 

Kleider aus purem Egoismus zu entwerfen klingt für mich exzentrisch. Bei Irina Hofers Design ist Egoismus  Ausgangspunkt und treibende Kraft hinter ihren umwerfenden Kleiderentwürfen.

Ein Gespräch mit der Designerin über Mut, Weiblichkeit und Nachhaltigkeit.

 

 

Du hast dich der Silhouette der frühen 60-er verschrieben. Warum?

Ich liebe die schmale Silhouette der frühen 60-er, schöne Details und extravagante Dekolletés. In erster Linie entwerfe ich Kleider für mich selbst. Ja, es ist ein egoistischer Ausgangspunkt, denn ich stelle mir immer die Frage, ob ich es selbst tragen würde. Das Kleid muss das gewisse Etwas haben, sich abheben von normaler Stangenware. Der Zugang zum Design bin ich selbst.  

Spielt Weiblichkeit in deiner Mode die größte Rolle?

Kleidung ist eines der effektivsten Mittel zur Selbstpräsentation. Es gibt viele Frauen die bewusst ihre Persönlichkeit und Weiblichkeit unterstreichen möchten. Ich beobachte bei den Anproben immer wieder, dass sie sich in meinen Modellen plötzlich ganz anders bewegen. Es ist wie eine Verwandlung, aber keine Verkleidung. Schließlich benutzen viele Kundinnen meine Kleider als Werkzeug, um genau jenen Wirkungswunsch zu erzielen, den ich transportieren möchte: das Gefühl, als Frau völlig im Mittelpunkt zu stehen.

Auf vielen Fotos wirken deine Kleider sehr sexy. Wie viel Mut und welche Einstellung braucht frau um sie zu tragen?

Ein gesundes Selbstbewusstsein und Zufriedenheit mit der eigenen Figur sollten vorhanden sein. Das gilt zumindest für die extravaganteren, figurbetonten Entwürfe. Körpernah sind fast alle meine Schnitte, aber in meiner Kollektion gibt es auch Modelle mit weit schwingenden Röcken. Der Fokus liegt dann auf Dekolleté und Körpermitte und nicht auf Oberschenkel oder Po. Aus schnitt- und arbeitstechnischen Gründen ist es mir im Moment leider nicht möglich über Größe 42 zu produzieren.

Sich selbst neu entdecken, Lust auf Lifestyle oder Interesse an Mode ist die richtige Einstellung. Ich mag es, wenn meine Kundinnen Kleider für einen bestimmten Anlass suchen und sich nicht ganz sicher sind, was sie brauchen.  Ich rate immer verschiedenste Modelle auszuprobieren, denn Material, Schnitt und Look eines Kleides bilden erst in Verbindung mit der Trägerin eine Symbiose.

 

Kleidung ist eines der effektivsten Mittel zur Selbstpräsentation.

 

Unser Leben gleicht manchmal eher einem Parcours, den es zu bewältigen gilt. Casual Wear und Sneakers prägen das Straßenbild. Dein Modestil steht in einem scharfen Kontrast dazu. Glaubst du, dass es wieder mehr Sehnsucht nach Eleganz gibt?

Eleganz und Stil kommen nie aus der Mode. Ich glaube, dass jede Frau  das tragen sollte, was sie braucht. Ich spüre nicht so viel Hunger nach Eleganz.  Meine Kundinnen sind zufrieden mit sich selbst und wissen genau was sie wollen. Meine Kleider sind wie ein Instrument für sie, und Kleidung strategisch einzusetzen finde ich total in Ordnung.

Sind deine Kleider vielseitig einsetzbar?

Bereits beim Entwurf ist die Frage der Vielseitigkeit relevant: Ist das jeweilige Modell für die Oper, für eine Firmenfeier oder für einen eleganten Anlass tauglich? Ist es auch businesstauglich? Tatsache ist, dass meine Modelle bei jeder Frau anders wirken. Es liegt in der Hand der Trägerin, wie sie es kombiniert und präsentiert. Ja, sie sind vielseitig einsetzbar – sie sind sehr wohl businesstauglich, aber auch umwerfend am Abend in der Cocktailbar. 

 

Deine bestechend klare Linie und hohe Qualität an Verarbeitung sind ein Markenzeichen deines Labels. Welche Materialien, Farben und Schnitte verwendest Du?

Für Businesskleider verwende ich anschmiegsamen Viskose-Jersey. Das Material ist fest, dehnbar und angenehm zu tragen.  Alle Stoffe kommen von europäischen Lieferanten. Es gibt viele wunderbare kräftige Farben, aber keine Pastellnuancen. Die Standardfarben sind rot, dunkelrot, mittel- und dunkelblau, fuchsia, im Winter auch dunkelgrün und natürlich schwarz. Alle Farben sind gut kombinierbar – ideal für jede Basisgarderobe. Spezielle Farbwünsche können gerne auf Bestellung erfüllt werden.

In jeder Kollektion kommt wunderschöner Seidensatin für leichte Tops und Blusen zum Einsatz. Die Stoffe sind hell, in eleganten Pastelltönen oder leicht gemustert. Corsagekleid, Etuikleid, Shiftkleid und Princesskleid dienen als Basisschnitte in meinen Kollektionen. Die Rockformen sind schmal oder weit. Die Taille ist immer betont und bei der neuen Kollektion spiele ich mit verschiedenen Variationen von Abnähern. Je nach Farbe des Materials kommen die Abnäher mehr oder weniger zur Geltung. Der Nachhaltigkeitsanspruch zieht sich bei Material und Fertigung durch. Ich setze mich mit diesem Thema auseinander und es ist mir wichtig, dass der Produktionsprozess transparent und nachvollziehbar ist.

Was trägst Du, wenn dich niemand sieht?

Chanel Nr.5 (lacht). Ich trage einen Morgenmantel aus Seide mit Kimonoschnitt. Er ist leicht, schön, fühlt sich gut an und ist sehr bequem. 

Deine größte Modesünde?

Modesünde ist vielleicht nicht der richtige Ausdruck, denn ich war mutig und experimentierfreudig. Sehr gut kann ich mich an eine teure Miss Sixty Jean mit aufgesteppten Flammen erinnern. Die war wirklich sehr schräg. Wie ich mich heute kleide, das ist das Resultat eines längeren Entwicklungsprozesses.

 

Vielen Dank für das Gespräch an Irina Hofer / www.irinahofer.com

Fotos von Ursula Schmitz / www.ursulaschmitz.com 

Für Kooperationen oder Informationen schreiben Sie mir an mailto:style@nulllookatyou.at    ich freue mich auf Ihre Nachricht.

Isabella Jaburek-Nourry

(aus der Serie „HANDS and HEART“ 3)

 

Anregend und wärmend präsentiert sich die Farbe ‚Living Coral‘. Sie strahlt BehaglichkeitKomfort und Dynamik aus. Das US-amerikanische Farbinstitut Pantone Institute gibt die Trend-Farben des Jahres 2019 zu einem Zeitpunkt bekannt, wenn in unseren Breitengraden die Tage noch kurz und dunkel sind. Die faszinierende Farbe mit goldenem Unterton wird uns dieses Jahr begleiten.  

Zu Beginn der Saison können wir gespannt sein, welche Kreationen von Modeschöpfern präsentiert werden, was sie inspiriert hat und wie sie die Trendfarbe integrieren. Welche Schnitte und Materialien werden sie uns diese Saison zeigen? Welche Farben werden uns außer der Trendfarbe noch begeistern?

Neben Korallenrot hat das Pantone-Institut noch weitere warme Farbtöne auserkoren. Alle Farben die beispielsweise auf der New Yorker Fashionweek für das Jahr 2019 gezeigt wurden, sind fröhlich, offen und einladend. Darunter gibt es viele Gelb-, Orange-, Rot– und Rosa-Nuancen sowie gelbliche Grüntöne.

Wer bereits eine Farbberatung gemacht hat und laut Farbpalette warme Farben tragen kann, wird siegessicher zugreifen und seine Garderobe mit der Trendfarbe aufpeppen. Geschickt kombiniert können Teile aus der Vorsaison mit der energiespendenden Nuance zu neuem Leben erweckt werden.

 

 

 

 

 

 

‚LIVING CORAL‘

die ideale Farbe für den FRÜHLINGSTYP

 

 

Die Farbe ‚Living Coral‘ leuchtet uns kraftvoll entgegen und ist ein Vorbote für den bevorstehenden FrühlingFrühling ist das Stichwort für die Wirkung dieser Farbe:

leuchtend, warm, spielerisch, kraftvoll, offen, leicht und fröhlich

 

Ich werde des öfteren gefragt: “Was bin ich für ein Farbtyp?‘ Ich kann und möchte auf diese Frage keine Antwort geben, denn es wäre unseriös den genauen Farbtyp ad hoc ohne Farbtyp-Analyse zu bestimmen. Eine professionelle Farbberatung dauert ca. eineinhalb Stunden und dabei werden verschiedenste Kriterien herangezogen: die Hautfarbe – ist das wichtigste Merkmal, die Augenfarbe, die natürliche Haarfarbe, die Persönlichkeit, das Umfeld in dem Sie sich bewegen und Ihre individuellen Anforderungen in Freizeit und Business. Selbst für Imagekonzepte prüfe ich in welchem Farbspektrum wir uns bewegen werden.

 

 

Die Trendfarbe ‚Living Coral‘ ist ein Farbton, der perfekt zur warmtonigen Frühlingstypologie passt.

 

 

 

Passt diese Trendfarbe zu Ihnen? Sind Sie der Typ für diese Farbe?

Eines darf ich Ihnen bezüglich Farbtyp vorweg schon verraten: der sogenannte Frühlingstyp hat im Allgemeinen ein jugendliches Aussehen und wird meist jünger eingeschätzt. Und die Farbkriterien der sogenannten Frühlingsfarbpalette sind  HELL, WARM und KLAR. Living Coral passt in dieses Farbspektrum und unterstreicht die lebendige Persönlichkeit des sogenannten Frühlingstypus.

Mögliche Kriterien für diesen Farbtyp:

In der Regel ist die Hautstruktur des Frühlingstyp zart und für (goldbraune) Sommersprossen prädestiniert. Ein Merkmal ist der sogenannte Pfirsichteint mit reiner, glasklarer Haut. Sie ist meist gut durchblutet und bräunt leicht zu einem schönen Goldbraun. Der Haut haftet eine besondere Lebendigkeit und Frische an, auch wenn sie extrem hell ist.

Bezüglich Augenfarbe kann man sagen, dass die VertreterInnen der Frühlingspalette überwiegend blaue, grüne, petrolblaue oder wasserblaue Augen, die meist goldene oder weiße Flecken in der Iris aufweisen. Die Augen wirken jung und wach. Vielfach ist die Pupille von einem goldfarbenen Kranz umgeben. Natürlich gibt es auch braunäugige Frühlingstypen. Sie haben meist hellbraune, nussbraune bis goldbraune Augen.

Die Haarfarbe zeigt sich von Hellblond, Weizenblond, Stroh– und Goldblond, Rotblond bis Karottenrot oder helles bis mittleres warmes Braun. Es gibt auch VertreterInnen mit mittelbrauner bis dunkelbrauner und rotbrauner Haarpracht. Als Kind sind viele Frühlingstypen blond, entweder flachs-, honig- oder rötlichblond. Später dunkeln die Haare in der Regel nach. Die ersten grauen Haare harmonieren nicht mit dem goldenen Grundton, so dass klugerweise mit Tönen und Färben der jugendliche Glanz der Haare erhalten werden sollte.

Halten Sie nach goldtonigen Farben Ausschau, wenn die oben beschriebenen Kriterien des Frühlingstyps auf Sie zutreffen. ‚Living Coral‘ wird Power in Ihre Garderobe bringen. Warme Farben geben heuer den Ton an. Die Chance ist heuer groß, sich mit den passenden Farben einzudecken.

 

 

 

Nutzen Sie die Kraft der Farben!

Welche Farben schmeicheln, welche bringen Sie zum Strahlen? Wodurch können Sie kraftvolle oder weiche Akzente setzen? Welche Botschaft versteckt sich hinter einer Farbe? Die Farbanalyse innerhalb einer Farbberatung ist die Basis Ihrer ‚Farbwelt‘, mit der Sie Ihr attraktives Erscheinungsbild voll entfalten können. 

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 INFO und BUCHUNG zum Package ‚Kraft der Farben‘ für Ihre individuelle FARBBERATUNG 

 

 

 

‚LIVING CORAL‘

STYLE & FARBKOMBINATIONEN  

 

‚Living Coral‘ ist keine Basisfarben. Korallenrot zählt zu den kräftigen Farben der Frühlingsfarbpalette und eignet sich hervorragend um Akzente zu setzen. Setzen Sie Koralle dort ein, wo der Blickpunkt sein soll: Oberteile, Kleid, Pullover, Schuhe oder Accessoires. Spielen Sie mit der Farbe und lenken Sie die Blicke der BetrachterInnen.

Bezüglich Schnittführung oder Stil gibt es keine Einschränkungen. Seien Sie sich Bewusstsein, dass der kräftige Farbton immer einen Mittelpunkt markiert. Total-Looks in Koralle sind diesen Sommer ein großes Thema. Im Total-Look hat die Farbe den stärksten Auftritt. Ein Mix an verschiedenen Materialien kann da für Spannung sorgen. Ein extravaganter Statement-Schmuck oder ein anderes auffälliges Accessoire sorgen für einen raffinierten Bruch des monotonen Look.

Korallenrot und alle Variationen des Farbtons gehören zu den warmen Farben. Je nach Materialbeschaffenheit wirkt die Farbe intensiver oder dezenter. Sie liegt in der Mitte zwischen Orange und Rot und wirkt inspirierend, erfrischend und optimistisch. ‚Living Coral‘ ist zarter als reines Rot, intensiver als Rosa und schmeichelt dem Auge mehr als pures Orange. Besonders gut macht sich Koralle als intensiver Farbklecks zu Nude-Tönen.

Hervorragend kommt die Sommer-Farbe in Kombination mit neutralen Stein- und Erdtönen oder warmen Taupe- und Grau-Varianten. Mit Creme-Nuancen wirkt Koralle edel und klassisch. Mit Weiß funktioniert die Trendfarbe im Sommer auf jeden Fall.

 

 

 

(handgeknüpfte Malakette von Margarete Zwölfer auf Farbanalysetücher LOOK AT YOU)

 

Mit der neuen Trendfarbe ‚Living Coral‘ bewegen wir uns im fröhlichen, hellen Farbspektrum. Das bedeutet, dass Personen des kühlen Farbtypus diesmal das Nachsehen haben. Es gibt jedoch Methoden und Möglichkeiten, dass selbst kühle Farbtypen warmtonige Farben einsetzen können. Lesen Sie dazu mehr im nächsten Blog-Bericht: Warme Farben für kühle Farbtypen.

 

 

 

farbenfrohe Grüße

Isabella Jaburek-Nourry

  

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Fotos:

Titelbild:

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im Text:

www.Pinterest.com

Isabella Jaburek-Nourry

Literatur:

Vollmar, Klausbernd. Das große Buch der Farben. 2012

Heller, Eva. Wie Farben wirken. 2013

Causse, Jean-Gabriel. Die unglaubliche Kraft der Farben. 2014

Braem, Harald. Die Macht der Farben. Bedeutung & Symbolik. 2012

Jackson, Carol. Color Me Beautiful. Entdecken Sie Ihre natürliche Schönheit durch Ihre Farben! 1990 (6. Auflage)

 

 

 

 

 

 

 

Mit einer Freiluft-Quadrille am Stephansplatz in Wien wurde am 11. November 2018, pünktliche um 11:11 Uhr, der Faschingsbeginn gefeiert und damit ist auch offiziell die Ballsaison eröffnet worden. Insgesamt werden ca. 500.000 Besucher auf Wiens Bällen tanzen. Zahlreiche Besucher aus allen Bundesländern und dem Ausland werden auch heuer wieder einen unvergesslichen Abend bei einer der Tanzveranstaltungen in prunkvollem Ambiente verbringen.

Die Wiener Ballkultur in Wien ist einzigartig und eng mit der Historie der Stadt verbunden. Die Geschichte der Balltradition reicht weit bis ins 17. Jhdt. der habsburgischen Monarchie zurück. Die Wiener Hofburg, wo auch heuer wieder zahlreiche Bälle stattfinden werden, war damals schon prunkvoller Rahmen für alle wichtigen gesellschaftlichen Ereignisse. Aufwändige Vorbereitungen waren notwendig, um den kaiserlichen Hof in vollem Prunk und Glanz zu präsentieren.

Mit der sogenannten Neujahrscour galt die gesellschaftliche Saison als eröffnet. Zahlreiche Veranstaltungen, Maskenfeste und andere Vergnügen standen auf dem Ballkalender. Der Höhepunkt war der sogenannte große Hofball. Es wurden an die 2000 Gäste geladen und man kann sich gut vorstellen, wie sich die vornehme Adelsgesellschaft dafür ‚aufputzte‘.

 

 

Der richtig gekleidete Herr erschien in Frack oder Galauniform. Die Damen trugen lange, prunkvolle Festkleider in allen Farben – aufwändig bestickt, gerüscht, eventuell mit langer Schleppe und großem Schmuck. 

 

 

Der zeremonielle Ablauf, wie die Eröffnung durch Debütantinnen und Debütanten, oder die Damenspende, ist auch heute noch auf den Tanzveranstaltungen zu finden. Sogenannte Kleidervorschriften/Dresscodes gab es damals wie heute. Sie sind auf der Einladung vermerkt bzw. werden vom Ballveranstalter bekannt gegeben.

 

 

 

TIPP:

Die Kleiderordnung gibt an, was getragen werden muss. Wenn Sie dem Anlass nicht entsprechend gekleidet sind, kann es passieren, dass Ihnen der Eintritt nicht gestattet wird! Zum Glück gibt es Dresscode-Decodierungen. Richtig gekleidet steht der rauschenden Ballnacht nichts mehr im Wege.

 

 

 

WHITE TIE oder BLACK TIE  –  Frack oder Smoking?

 

 

Was bedeutet ‚White tie‘?

Ist dieser Hinweis angegeben, herrscht FRACK-Pflicht. Es handelt sich um eine offizielle, sehr festliche Veranstaltung (klassischer Ball, Staatsempfang, Hochzeit/ab 18 Uhr).

Die Herren tragen einen klassischen schwarzen Dreiteiler – einreihig, mit typischen ‚Schwalbenschwanz‘ im Rückenteil -, weißes Frackhemd mit Klappkragen , weiße Fliege (aus Baumwollpiqué, selbst gebunden), weiße Weste (einreihig oder zweireihig immer geschlossen), schwarze Frackhose (mit seitlichen Doppelstreifen aus Satin), weiße Hosenträger, schwarze Kniestrümpfe und schwarze Lackschuhe. Dazu gehören traditionsgemäß der Zylinder (kaum mehr in Verwendung), der weiße Seidenschal und Mantel/Cape. 

Die Damen tragen ein langes, großes Ballkleid mit großem Schmuck, geschlossene Schuhe in Farbe und Material passend zum Kleid, Strümpfe, eine Clutch/Abendtasche und Handschuhe (je nach Schnitt des Kleides). Zum langen Kleid kann ein Cape, eine Stola oder ein kurzes, elegantes Jäckchen (Pelz, Samt) getragen werden.

 

Was bedeutet ‚Black tie‘?

Ist dieser Hinweis auf der Einladung zu finden, herrscht SMOKING-Pflicht (Tuxedo, Black Dinnerjacket).  Es handelt sich um eine sehr festliche (offizielle) Veranstaltung (Ball, Hochzeit, festliche Business-Veranstaltung, festlicher Empfang, Premiere).

Die Herren tragen eine Jacke – einreihig oder zweireihig – mit Schalkragen ohne Rückenschlitz, schwarze Masche (selbst gebunden), weißes Stecktuch, Weste oder Kummerbund, Smoking-Hemd, Manschettenknöpfe, Hose mit seitlicher Außennaht/Galonstreifen aus Satin, schwarze Kniestrümpfe und geschlossene Lackschuhe.

Sie können entweder Kummerbund (Schärpe mit drei bis vier waagrechten nach oben zeigenden Falten) oder eine Weste tragen. Was über dem Smoking getragen wird ist Wetter und Temperaturabhängig, keinesfalls eine sportliche Outdoorjacke mit Kapuze.  

Die Damen tragen ein farblich abgestimmtes, langes Abendkleid oder Ballkleid mit großem Schmuck, Clutch oder kleine Abendtasche, Strümpfe, farblich passende, geschlossene Schuhe, Handschuhe (je nach Schnitt des Kleides). Zum langen Kleid kann ein Cape, eine Stola oder ein kurzes, elegantes Jäckchen (Pelz, Samt) getragen werden.

 

 

 

Langes Abendkleid oder große Ballrobe?

 

 

 

 

Auf Ball- und Tanzveranstaltungen werden meist lange Kleider getragen.  Um die Unterschiede herauszuarbeiten ist es für die verschiedenen Kleiderkategorien hilfreich in Abstufungen zu denken: je eleganter der Anlass, desto aufwändiger und länger ist das Kleid.

Das kleine Schwarze kann auch unter tags bzw. bis 17 Uhr getragen werden. Die Länge ist knieumspielend. Es ist schlicht und elegant. (Dresscode: ‚Semi formal‘)

Das Cocktailkleid wird ab 17 Uhr getragen. Es ist aufwendiger verarbeitet, besticht durch extravagante Details, wie Stickereien, Pailletten, Applikationen, Rüschen, Volants, und besondere Materialien. Die Kleiderlänge ist variabel, aber nicht bodenlang. Der Schnitt ist entweder körpernah, weit oder in leichter A-Linie. Es kann auch asymmetrische Schnittlösungen mit aufwendiger Verarbeitung haben. Bei der Farbauswahl gibt es keine Einschränkungen. Gedeckte Farben wirken immer eleganter. (Dresscode: ‚Black tie‘ / ‚Semi formal‘)

Das bodenlange, einfache Abendkleid zeigt eine schmale Silhouette und ist aus hochwertigem Material verarbeitet. Es ist schlichter als das große Abendkleid. (Dresscode: ‚Black tie’/ ‚Semi formal‘)

Das bodenlange, große Abendkleid ist aufwendiger verarbeitet, als das einfache Abendkleid. Spezielle Details, extravagantere Schnitte und Materialien werden verwendet. Das große Abendkleid nähert sich stilmäßig der Ballrobe. Hier verschwimmen die Grenzen. (Dresscode: ‚Black tie‘ oder ‚White tie‘)

Die bodenlange, kleine Ballrobe hat einen schwingenden Rockteil und erlesene Details. Die Schnittlösungen sind aufwendiger. Das Dekolleté ist kleiner als bei der großen Ballrobe. Bei der Farbauswahl gibt es keine Einschränkungen.  (Dresscode: ‚White tie‘)

Die bodenlange, große Ballrobe besticht durch exquisite Materialien. Die Schnitte sind opulent bis üppig mit großem Dekolleté – genug Platz für schönen Schmuck. Luxuriöse Details sind die Krönung dieser Kleiderkategorie. (Dresscode: ‚White tie‘)

 

 

 

Der Look wird immer durch passende Accessoires, schönes Make up und einer perfekten Frisur abgerundet.

 

 

 

 

stilvolle Grüße und unvergessliche Ballnächte

wünscht

 Isabella Jaburek-Nourry

  

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FOTOS:

Smoking/Tuxedo: www.shutterstock.com

Ballkleid in Blau: www.shutterstock.com

Portait: Britta Noibinger

Literatur:

Loschek, Ingrid. Reclams Mode- und Kostümlexikon. 6. Auflage, 2011

Die fünfte Jahreszeit hat begonnen. Wiener Wirtschaft, Nr. 46. 15.11.2018.

Bernhard Roetzel. Der Gentleman. Das Standardwerk der klassischen Herrenmode. Ullmann. 2016

Finde Deinen Style. Styling-Tipps von Fashion-Bloggern aus der ganzen Welt. 2. Auflage, 2012. Edel Germany Hamburg.

 

Kleidung ist neben Mimik, Gestik und Sprache ein Zeichensystem menschlicher Kommunikation oder bewusst eingesetztes Ausdruckselement.  

Ein Gespräch über Kleidung oder Verkleidung mit dem Schauspieler und Kabarettist  Olivier Lendl – bekannt für seine Beobachtungsgabe der Spezies Mensch, seine Wortfeuerwerke und seinen Körpereinsatz auf der Bühne.

 

Was verraten Kleider und andere Maßnahmen der Körpergestaltung über ihre Träger?

Meiner Meinung nach, ist es eine Art und Weise – bewusst oder unbewusst – einen Status anzuzeigen: Arm oder reich, Businessman oder Sandler (Extremform), Punk oder nicht Punk – Lebenseinstellungen werden optisch dargestellt. Mit Kleidung können Menschen anzeigen und ausdrücken, wer sie sind, was sie erreicht haben oder was sie gerne erreichen möchten. Das optisches Kontrastprogramm wäre  beispielsweise der Supermillionär in Jogginghose. Er zeigt damit, dass er teure Kleidung nicht mehr notwendig hat. Er hat sein Ziel bereits erreicht. Vielleicht ist es ja sogar besser, wenn er seinen Reichtum nicht all zu offen präsentiert.

Glaubst du, dass Menschen erfolgreicher sein können, wenn sie die richtige Kleidung tragen?

Ja, kann ich mir durchaus vorstellen. Wenn ich einen erfolgreichen Geschäftsmann spielen muss, bewege ich mich dementsprechend auf der Bühne. Wir bekommen bei den Proben zwecks Rollen-Unterstützung eine Art Probekostüm. Das hilft, die dafür erforderliche Körperhaltung einnehmen zu können. So kann ich mich bewusster auf die Figur konzentrieren und mich prozessartig auf die Rolle einstellen. Kleidung unterstreicht die Rollendarstellung – auf der Bühne natürlich extremer als im täglichen Leben.

Kleider – Eintritt zu gesellschaftlichen Kreisen?

Ja, würde ich schon sagen. Nehmen wir als Beispiel den Dresscode in Künstlerkreisen. Er ist eher als Befreiung von jeglichen Dresscodes zu verstehen, denn Schauspieler, Musiker und Künstler suchen nicht nur nach darstellerischer Freiheit.  Sie wollen sich von den normalen, arbeitenden Menschen abheben, unterscheiden. Das bedeutet, jegliche Art von Kleidervorschrift über Bord zu werfen. Die Einstellung bezüglich Kleidervorschriften zeigt das auch an: Künstlerische Freiheit auf allen Ebenen.

 

… Lebenseinstellungen werden optisch dargestellt …

 

Du schlüpfst als Schauspieler in unterschiedlichste Rollen. Was hat im Endeffekt mehr Gewicht, der Text oder die (Ver-)Kleidung? Gibt das Kostüm der darzustellenden Figur den letzten Schliff?

Ja, eindeutig. Als Schauspieler agiere ich auch ohne Worte. Ich bekomme das passende Kostüm für die Rolle. Ich musste in einem Stück einen Taubstummen auf einem Weingut spielen. Allein das Kostüm zeigte schon an, dass ich in der Hierarchie am Weingut ganz unten stand. Ohne Worte war klar, welche Rolle ich inne hatte. Das Kostüm unterstützt  die darzustellende Figur immens. Die Rolle ist vorgegeben und bekommt die entsprechende Kleidung. Eine Diva auf der Bühne trägt eventuell ein rotes, pompöses Kleid und Federboa. Sie erscheint auf der Bühne und das Kostüm unterstützt die gewünschte Wirkung ohne Worte . 

Kleidung oder Verkleidung – wo ist deiner Meinung nach der Schnittpunkt? Wann wirken Menschen verkleidet?

Ganz abgesehen von Mienenspiel und Gestik, achte ich natürlich auch auf die Bekleidung und habe diesbezüglich meine Beobachtungen gemacht. Ein Beispiel: Frauen älteren Semesters sehen verkleidet aus, wenn die Garderobe nicht altersgerecht ist. Der Rock ist zu kurz, die Bluse zu eng, die Farben zu grell und das Make-Up zu üppig. Die Kleider passen nicht zur Frau und umgekehrt. Das sieht komisch aus und wirkt auf mich wie eine Verkleidung. Das persönliche Erscheinungsbild sollte zur Person, aber auch zur Position passen.

Das verrückteste Kostüm, das du je getragen hast?

Federhose und ein Leiberl, wie vor hundert Jahren, inklusive Bodypainting. Ich war am ganzen Körper grau marmoriert. Für ein anderes Theaterstück wurde für mich eigens ein Anzug aus Matratzen gefertigt. Ich wurde total ausgepolstert und konnte mich kaum bewegen. Durch die mangelhafte Bewegungsfreiheit fühlte ich mich sehr alt.

Dein persönlicher Zugang zur Mode?

Der historische Zugang zur Mode, wie etwa die Beinkleider der Männer im Mittelalter oder die Anwendung der sogenannten Mühlsteinkrägen, interessiert mich sehr. Was du mir gerade erzählt hast, über die Mode nach der französischen Revolution, finde ich spannend. Ich persönlich bin jedoch ein totaler Mode-Muffel. Was ich für Mode halte, halten andere für eine Katastrophe.

Wann fühlst du dich (privat) ‚verkleidet‘?

Immer (lacht)! Das Problem an einem Mode-Muffel ist, er merkt nicht, wie er angezogen ist.

Du beobachtest Menschen, um anschließend die erworbenen Erkenntnisse in deine Stücke zu packen. Was war bisher deine interessanteste Beobachtung?

In einer U-Bahnstation telefonierte ein Mann im Business-Anzug lautstark. Seine Stimme und seine überzeugende Gestik wirkten dominant. Ich bin näher hingegangen und habe gesehen, dass sein Anzug schon etwas abgenutzt war. Der Saum war heruntergerissen, der Stoff wirkte alt und schäbig. Als ich dann nochmals genauer hinsah, bemerkte ich, dass er gar kein Telefon in der Hand hatte. Er agierte so überzeugend, dass ich all diese Details auf den ersten Blick nicht erkannte.

Ihr arbeitet und probt aktuell für euer neues Stück  HEISS / Eine SaunarettePremiere ist am 18. Juni in Laxenburg in der Franzensburg. Laut Titel braucht dieses Stück nicht viel Kostüm? Möchtest du vorab schon was verraten?

Oh nein, ich darf nichts verraten. Einfach Tickets kaufen und den Abend genießen.

 

Vielen Dank für das Gespräch an   Olivier Lendl   und  toi, toi, toi für euer neues Stück.

Isabella Jaburek-Nourry

Für Fragen und Informationen stehe ich gerne jederzeit zur Verfügung. Schreiben Sie mir an style@nulllookatyou.at – ich freue mich auf Ihre Nachricht.

Ich habe Madame Teixeira, die Frau des französischen Botschafters, im wunderschönen Palais am Schwarzenbergplatz besucht und mit ihr über französischen Stil, Eleganz und Dresscodes gesprochen. Ein interessanter Einblick.

Madame Teixeira, sind Sie modeinteressiert?

 Ja, sehr.

War das immer schon so?

Nein, das war nicht immer so. Mein Interesse für Mode wurde erst als Studentin in Paris geweckt. Als Zeichen der Zugehörigkeit zu einer Studentengruppe war es wichtig, gut gekleidet zu sein. In dieser Zeit begann ich als Assistentin einer Modejournalistin für die Zeitung Le Monde zu arbeiten. Später war ich auch für das Unternehmen Revlon tätig. Da habe ich viel über Mode gelernt und Gespür für Stil entwickelt.

Haben Sie einen Lieblingsdesigner?

Nein, ich habe keinen Lieblingsdesigner.

Was bedeutet für Sie Stil?

Stil bedeutet für mich die Fähigkeit, Kleidung unterschiedlicher Stilrichtungen gekonnt zu mischen. Ich nenne das ‚mix and match‘. Teure Designerware oder Kleider aus dem Secondhand Shop mit unbekannten Labels so zu kombinieren, dass ein guter Gesamtlook entsteht. Ein ‚Overall-Look‘ wird dadurch vermieden, denn alles nur von einer einzigen Marke zu zeigen, wirkt meist langweilig. Zu gutem Stil gehören natürlich das richtige Make-Up, eine gepflegte Frisur und passende Accessoires. ‚Overdressed‘, übertrieben angezogen zu sein, kommt für mich nicht in Frage.

Ihr Stil in drei Worten?

Diskret – elegant – eklektisch.

Mode ist ein Spiegelbild?

Mode ist immer ein Spiegelbild. Ein Spiegelbild sozialer Gruppen, ein Gefühlsbarometer oder Ausdruck einer Lebensweise – ‚way of life‘.

Müssen Sie als Frau des Botschafters einen strengen Dresscode einhalten?

Nein, überhaupt nicht. Ich kann total frei agieren, aber als Repräsentantin und Frau des Botschafters ist es für mich selbstverständlich bei Empfängen gut gekleidet zu erscheinen. Ich mache das bewusst, da es für mich zum guten Ton gehört. In meiner Garderobe befindet sich genug Kleidung für alle möglichen Anlässe. Es gibt keinerlei Vorschriften und ich werde auch nicht kontrolliert. In Paris gibt es für die Frauen der Botschafter, vor der Entsendung in das Ausland, ein kurzes Training. Das ist alles.  

In diplomatischen Kreisen wird Wert auf passende Kleidung und gepflegtes Äußeres gelegt (lt. Einladung für eine UNO-Konferenz, Anm. Autorin).  Das Erfüllen dieser Rollenerwartung wird als Bestandteil guter Umgangsformen angesehen. Wie organisieren Sie Ihre Garderobe bzw. nach welchen Kriterien wählen Sie Ihre Kleidung für offizielle Empfänge in der Botschaft aus? Gewähren Sie uns einen Einblick?

Bezüglich Kleiderordnung für Diplomaten ist es vielleicht sinnvoll, zwischen Karrierediplomaten und Diplomaten, die nicht vom Außenministerium entsendet werden, zu unterscheiden. Bei Karrierediplomaten spielen Dresscodes – mein Mann trägt immer Anzug, Hemd mit Doppelmanschetten und Krawatte – sicher eine größere Rolle. Wir empfangen hier, in dieser wunderschönen Residenz am Schwarzenbergplatz, ganz unterschiedliche Gäste: Minister, Künstler, Wissenschaftler, Musiker und Diplomaten aus der ganzen Welt. Ich möchte, dass sich unsere Gäste wohlfühlen und ich kleide mich, wie bereits erwähnt, diskret und elegant. Ich habe eine große Garderobe. Im Laufe der Zeit habe ich viele Erinnerungsstücke in der ganzen Welt gesammelt: Schmuck aus Senegal, Schuhe aus Paris, Kleider von unserem Aufenthalt in Portugal, um nur einige Beispiele zu nennen. Bisher habe ich alle Kleider und Accessoires behalten. Irgendwann kommt alles wieder in Mode.

Elegante Menschen zeigen einen eher reduzierten Kleiderstil. Ganz nach dem Motto: Weniger ist mehr. Inès de la Fressange, Frankreichs Stil-Ikone schlechthin, hat das in ihrem Buch bestätigt. Sie hat mich unlängst zu meinem Haarschnitt inspiriert. Wer inspiriert Sie? Schauspielerinnen, Stil-Ikonen?

Eigentlich niemand, nicht einmal meine Mutter hat mich inspiriert. Im Laufe der Zeit entwickelte ich meinen eigenständigen Stil. Zur Anregung lese ich gerne Modemagazine und Fashion-Blogs.

Bei Stil, Eleganz und äußerem Erscheinungsbild geht es in erster Linie um die ‚Gesamtoptik‘. Zuerst sollte jedoch die Person gesehen werden und dann erst das Kleid, der Anzug, die Accessoires. Sind teure Marken ein Garant für einen stilvollen Auftritt?

Nein, überhaupt nicht. Markenware alleine genügt nicht, denn es zählt das Zusammenspiel von Manieren, Bewegung, Kleidung, Sprechweise und der Person selbst.

Französinnen haben das Image sehr elegant zu sein. Sie schaffen es eine spezielle Ausstrahlung, gepaart mit natürlichem Chic, zu haben. Sie zeigen Eleganz und Stilsicherheit und wirken dabei ganz gelassen. Anscheinend liegt das an der Einstellung zur Schönheit, die Kunst das Leben zu genießen – das Savoire-vivre – und vor allem an der Denkweise über sich selbst. Wie sehen Sie als Französin dieses ‚Außenbild‘?

Ja, das stimmt. Wir haben diesen Ruf und sind stolz darauf. Es hat schon viel mit unserer Lebenseinstellung zu tun. Wir lieben es, uns gut zu kleiden, mit Freunden zusammen essen, auszugehen und das Leben zu genießen. Wenn ich in Paris bin treffe ich mich sehr gerne mit meinen Freundinnen zum Einkaufen und Bummeln. Wir achten auf ein gepflegtes Äußeres und auf gute Manieren. Allerdings zeigt sich das Straßenbild in der Modehauptstadt Paris sehr unterschiedlich. Nicht jede Frau kann sich ständig neue Kleider leisten und gestylt im Café sitzen. Das ist auch eine Frage des Einkommens und des Milieus.

Britinnen mögen sich kecker und ‚more crazy‘, Italienerinnen klassischer und Amerikanerinnen perfekter kleiden. Französinnen zeigen meist gekonnten Stilbruch und scheinen keinem Modediktat zu folgen. Als Frau des Botschafters haben Sie in unterschiedlichen Ländern gelebt. Können Sie diese skizzierten Bilder bestätigen?

Wir haben in fünf verschiedenen Ländern gelebt. Die skizzierten Bilder stimmen nur bis zu einem gewissen Grad. Es kommt darauf an, wo man sich befindet: Im Stadtgebiet oder auf dem Land. In den Städten ist die Bevölkerung sicherlich modebewusster. In Moskau, um ein Beispiel zu nennen, trifft man auf modern gekleidete Menschen. Nur zehn Kilometer von der Stadt entfernt, sieht man Frauen mit den typisch buntgemusterten Kopftüchern. Das Stadt-Land-Gefälle fand ich immer sehr interessant. Mode ist ein Mittel der Kommunikation, aber sie funktioniert nicht in allen Ländern und Regionen gleich. Mode macht kulturelle Hintergründe, spezifische Wertvorstellungen und Lebenseinstellungen sichtbar. Allerdings werden ästhetische Ideale auch mit Hilfe von Massenmedien verbreitet und führen zu vereinheitlichten Geschmacksmustern.

Es gibt nichts besseres als seinen eigenen persönlichen Stil zu entwickeln. Was würden Sie einer ambitionierten Person raten? Womit beginnt man am besten?

Ich würde sagen, mit der Körperbewegung. Eine stilvolle Person muss sich entsprechend bewegen können. Eine korrekte Körperhaltung verhilft zu einem selbstbewussten Auftritt. Sprache und Wortwahl sind ebenso von Bedeutung. Manieren dürfen auf keinen Fall fehlen. Korrekte Kleidung, dezentes Make-Up und eine guter Haarschnitt sind ausschlaggebend für ein attraktives Auftreten. Das Zusammenspiel aller genannten Faktoren ergibt schließlich ein positives, harmonisches Gesamtbild. Eine Stil- und Imageberaterin zu buchen ist sehr zu empfehlen und eine Einkaufstour mit einem Privat-Shopper kann Wunder wirken.

Welche Mode-Basics oder Stil-Klassiker würden Sie jeder Frau empfehlen?

Einen Bleistiftrock, klassischen Blazer-Mantel, schwarze Hose, weiße Bluse, eine gut passende Jean, Blazer, eine schlichte Handtasche und last but not least das Kleine Schwarze.

Danke für das Gespräch an Madame Teixeira da Silva in der Französischen Botschaft in Wien / www.ambafrance-at.org

Isabella Jaburek-Nourry

die Geschichte der Farben

Ich habe Billi Thanner in ihrem Atelier in Wien getroffen: Ein Gespräch mit der internationalen Künstlerin über das Phänomen Mode als Mittel der Repräsentation und die Geschichte der Farben.

Das Hauptthema deiner Bilder?

Das Hauptthema in meinen Bildern ist die Weiblichkeit. Es geht mir um Gerechtigkeit, Unterstützung, Bewusstmachung und vor allen Dingen um Gleichstellung der Frauen. Ich bin keine Feministin, aber männliche Dominanz ist nach wie vor überall gegeben. In der nächsten Salonausstellung im Museum Angerlehner  (21. Mai bis 30 Juli 2017) mit dem Titel „Die Venus ist gekommen“ thematisiere und hinterfrage ich das Rollenbild der westeuropäischen Frau – das Idealbild der Frau: schön, begehrenswert und göttlich.

Warum die Nähe zur Mode?

Zwischen Kunst und Mode gab und gibt es eine Art ‚Dauerflirt‘. Künstler und Modedesigner inspirieren sich gegenseitig. Der gemeinsamer Nenner dieser beiden, sich nahestehenden Welten sind die Farben. Obwohl sich die Technik der Farbgewinnung im Laufe der Geschichte total verändert hat, gibt es keine Kunst und keine Mode ohne Farben. Trends an Farbvorgaben und die Farben die uns umgeben beeinflussen Designer sowie Künstler gleichermaßen.

Verschwommene Geschlechterrollen – auf den internationalen Laufstegen ist das schon geschehen … 

Bei mir auch. Vor neun Jahren habe ich nach dem Vorbild der Venus von Botticelli eine Figur geschaffen, die beide Geschlechter zeigt. Jeder soll so sein wie er ist und wie er sich empfindet. Ich verurteile niemanden aufgrund seiner sexuellen Neigung – das ist diskriminierend.

Mode – ein Akt der Selbstfindung?

Kleider machen Leute? Der Akt der Verkleidung liegt in unserer Natur. Wir kleiden uns bewusst oder unbewusst, so wie wir eben wirken wollen. Eine Bankangestellte darf nicht mit offenen Schuhen und tiefem Ausschnitt in der Bank arbeiten. Sie muss in ein klassisches Kostüm schlüpfen. Die Frage ist, inwieweit wir unsere Kleidung anpassen bzw. uns verkleiden, um zu entsprechen. Mädchen werden von Anfang an ‚richtig gekleidet‘ und noch dazu in Rosa – das ‚kleine Rot‘.  Wir wollen wieder unser Blau zurück, denn ursprünglich kleideten sich Frauen in der Farbe Blau und Männer in der Farbe Rot. Rot, die Farbe von Blut und Krieg, war eine traditionelle Männerfarbe und im Rokoko war Rosa eine Zeit lang der letzte Schrei der Männermode. Dieser Farbentausch ist das Ergebnis kommerzieller Gehirnwäsche.

Dein(e) Lieblingsdesigner/-in?

Brunello Cucinelli  ist mein Lieblingsdesigner.

Ich würde deinen Kleider-Stil als urban, feminin und lässig bezeichnen. Eine Kurzbeschreibung für Deinen Stil?

Nach Gefühl – bequem – elegant.

Dein Image – im Sinne von Erscheinungsbild?

Immer ‚cool‘ gestylt!

 

Danke für das Gespräch an Billi Thanner / www.billithanner.at / Instagram: @billithanner

Isabella Jaburek-Nourry