„Schließe deine Augen, denn jetzt kommt ein sehr starkes Licht, wenn ich die Abdeckung vom Scheinwerfer nehme“, sagte die Fotografin zu mir. „Dieses Licht lässt allerdings fast alle Fältchen und Linien verschwinden“.
Möchte ich wirklich makellos sein – ohne Mimikfalten, ohne Lebensspuren?
Diese Frage ist mir sofort durch den Kopf geschossen.
Makellose Perfektion wird uns andauernd vorgezeigt. Bilder von Frauen mit perfekter Haut, umwerfender Schönheit, tollen Frisuren und außergewöhnlichem Make-up. Täglich lassen wir uns täuschen und hinters Licht führen.
Wir wissen, dass ein großes Team damit beschäftigt ist, um Abbildungen von Models und Filmstars zu retuschieren. Es ist eine Welt des Scheins, eine Welt der makellosen Superfrauen, die nie einen Bad Hair Day haben oder abgesplitterten Nagellack zeigen.
Wir bekommen eine retuschierte Illusion vorgesetzt und wenden sie meist unreflektiert auf uns selbst an. Die Folge: Wir sind unzufrieden mit uns, unserem Aussehen und unserem Körper. Wie können wir diesem Teufelskreis entkommen? Indem wir uns bewusst machen, dass Medien und Werbung perfekte Menschen vorzeigen, die in Wirklichkeit nicht existieren.
Schönheit ist vergänglich, wie wir wissen.
Charme, Humor und Persönlichkeit bleiben aber ein Leben lang!
Für mich gibt es nichts Langweiligeres als retuschierte Makellosigkeit, daher habe ich auch die Fotografin nach dem Portrait-Shooting gebeten, meine Bilder nur geringfügig zu bearbeiten.
In meinen Image- oder Stilberatungen bin ich stets auf der Suche nach dem Wesen jeder Frau und jedes Mannes – mit dem Ziel, die Persönlichkeit herauszuarbeiten und positiv zu unterstreichen.
Dazu gibt es – zusätzlich zum theoretischen Fundament aus der Attraktivitätsforschung – zahlreiche Tipps und Tricks aus der Praxis und oft sind es nur Kleinigkeiten, die es zu beachten gibt, um sich wohl und attraktiv zu fühlen.
Sie wollen Ihren Stil finden, Ihre Persönlichkeit betonen und mit Ihren Farben strahlen?
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Ich sage Ihnen, welche Beratung für Sie ideal ist, um Ihre Persönlichkeit positiv zu unterstreichen!
Gepflegte Hände und Nägel sind – wenn man so will – die Visitenkarte einer stilvollen Person. Sie sind ein wichtiger Bestandteil des äußeren Erscheinungsbild und verdienen daher große Aufmerksamkeit in Sachen Pflege.
Form und Beschaffenheit der Hände geben nicht nur Aufschluss über unseren Lebensstil, sondern verraten auch viel über unseren Charakter, so Experten.
Schöne, gepflegte Hände stehen immer hoch im Kurs – sowohl im Beruf als auch im Privatleben. Instinktiv schauen viele Menschen neuen Bekannten auf die Hände, um sich ein Bild über sie zu machen. Frauen achten bei Männern auf gepflegte Hände. Männer wünschen sich zarte Frauenhände.
Und beim ersten Date? Nach dem Blick in die Augen sind für Männer und Frauen unterschiedliche Körperteile besonders interessant: Bei den Frauen achten 49 Prozent auf die Hände des Flirtobjektes, bei Männern wandert der Blick über die Figur der Unbekannten. Dennoch attraktive Hände und Nägel sind bei Männern und Frauen ein echter Blickfang.
Damit das gelingt, hier einige Tipps von der Nagelspezialistin Lisbeth Scheubrein, Nageldesign – Wien:
Es gibt wieder einen Trend in Richtung natürlich aussehender Nägel. Porzellan-, oder Natural-Nude-Töne haben immer Saison und harmonieren mit allen Farben der Kleidung.
Wer dennoch Mut zum Ungewöhnlichen hat, kann mit Effektlacken punkten. Der Herbst/Winter Lacktrend 2016 liegt eindeutig bei Edelstein-Farben und tiefem Dunkelblau. Dunkle Farben wirken am elegantesten auf kurzen, schön gefeilten Nägeln.
Folgen sie nicht unbedingt dem neuesten Nagel-Trend, wenn es nicht zu ihrem Typ passt. Form und Länge sollten auch typgerecht ausfallen. Für Damen und Herren mit viel Kundenkontakt sind gepflegte Hände ein absolutes Muss. Nehmen sie sich daher Zeit für die Pflege ihrer Hände.
Ich bin Stil- & Imageberaterin und informiere meine LeserInnnen regelmäßig über Mode, Trends, Stil- & Imagethemen.
Welcher Dresscode gilt für festliche Veranstaltungen?
Lesen Sie mehr über das Thema Dresscode für große Feste und Veranstaltungen.
Die Wiener Ballkultur
Mit einer Freiluft-Quadrille am Stephansplatz in Wien wird am 11. November pünktliche um 11:11 Uhr der Faschingsbeginn gefeiert und damit ist auch offiziell die Ballsaison eröffnet. Insgesamt werden ca. 500.000 Besucher auf Wiens Bällen tanzen. Zahlreiche Besucher aus allen Bundesländern und dem Ausland werden auch heuer wieder einen unvergesslichen Abend bei einer der Tanzveranstaltungen in prunkvollem Ambiente verbringen.
Die Wiener Ballkultur in Wien ist einzigartig und eng mit der Historie der Stadt verbunden. Die Geschichte der Balltradition reicht weit bis ins 17. Jhdt. der habsburgischen Monarchie zurück. Die Wiener Hofburg, wo auch heuer wieder zahlreiche Bälle stattfinden werden, war damals schon prunkvoller Rahmen für alle wichtigen gesellschaftlichen Ereignisse. Aufwändige Vorbereitungen waren notwendig, um den kaiserlichen Hof in vollem Prunk und Glanz zu präsentieren.
Mit der sogenannten Neujahrscour galt die gesellschaftliche Saison als eröffnet. Zahlreiche Veranstaltungen, Maskenfeste und andere Vergnügen standen auf dem Ballkalender. Der Höhepunkt war der sogenannte große Hofball. Es wurden an die 2000 Gäste geladen und man kann sich gut vorstellen, wie sich die vornehme Adelsgesellschaft dafür ‚aufputzte‘.
Der richtig gekleidete Herr erschien in Frack oder Galauniform. Die Damen trugen lange, prunkvolle Festkleider in allen Farben.
Der zeremonielle Ablauf, wie die Eröffnung durch Debütantinnen und Debütanten, oder die Damenspende, ist auch heute noch auf den Tanzveranstaltungen zu finden.
Sogenannte Kleidervorschriften/Dresscodes gab es damals wie heute. Sie sind auf der Einladung vermerkt bzw. werden vom Ballveranstalterbekannt gegeben.
Stil-Tipp:
Die Kleiderordnung gibt an, was getragen werden muss. Wenn Sie dem Anlass nicht entsprechend gekleidet sind, kann es passieren, dass Ihnen der Eintritt nicht gestattet wird! Zum Glück gibt es Dresscode-Decodierungen. Richtig gekleidet steht der rauschenden Ballnacht nichts mehr im Wege.
White Tie oder Black Tie – Frack oder Smoking?
Was bedeutet ‚White tie‘?
Ist dieser Hinweis angegeben, herrscht Frack-Pflicht. Es handelt sich um eine offizielle, sehr festliche Veranstaltung (klassischer Ball, Staatsempfang, Hochzeit/ab 18 Uhr).
Die Herren tragen einen klassischen schwarzen Dreiteiler – einreihig, mit typischen ‚Schwalbenschwanz‘ im Rückenteil -, weißes Frackhemd mit Klappkragen , weiße Fliege (aus Baumwollpiqué, selbst gebunden), weiße Weste (einreihig oder zweireihig immer geschlossen), schwarze Frackhose (mit seitlichen Doppelstreifen aus Satin), weiße Hosenträger, schwarze Kniestrümpfe und schwarze Lackschuhe. Dazu gehören traditionsgemäß der Zylinder (kaum mehr in Verwendung), der weiße Seidenschal und Mantel/Cape.
Die Damen tragen ein langes, großes Ballkleid mit großem Schmuck, geschlossene Schuhe in Farbe und Material passend zum Kleid, Strümpfe, eine Clutch/Abendtasche und Handschuhe (je nach Schnitt des Kleides). Zum langen Kleid kann ein Cape, eine Stola oder ein kurzes, elegantes Jäckchen (Pelz, Samt) getragen werden.
Was bedeutet ‚Black tie‘?
Ist dieser Hinweis auf der Einladung zu finden, herrscht Smoking-Pflicht (Tuxedo, Black Dinnerjacket). Es handelt sich um eine sehr festliche (offizielle) Veranstaltung (Ball, Hochzeit, festliche Business-Veranstaltung, festlicher Empfang, Premiere).
Die Herren tragen eine Jacke – einreihig oder zweireihig – mit Schalkragen ohne Rückenschlitz, schwarze Masche (selbst gebunden), weißes Stecktuch, Weste oder Kummerbund, Smoking-Hemd, Manschettenknöpfe, Hose mit seitlicher Außennaht/Galonstreifen aus Satin, schwarze Kniestrümpfe und geschlossene Lackschuhe.
Sie können entweder Kummerbund (Schärpe mit drei bis vier waagrechten nach oben zeigenden Falten) oder eine Weste tragen. Was über dem Smoking getragen wird ist Wetter und Temperaturabhängig, keinesfalls eine sportliche Outdoorjacke mit Kapuze.
Die Damen tragen ein farblich abgestimmtes, langes Abendkleid oder Ballkleid mit großem Schmuck, Clutch oder kleine Abendtasche, Strümpfe, farblich passende, geschlossene Schuhe, Handschuhe (je nach Schnitt des Kleides). Zum langen Kleid kann ein Cape, eine Stola oder ein kurzes, elegantes Jäckchen (Pelz, Samt) getragen werden.
Langes Abendkleid oder große Ballrobe?
Auf Ball- und Tanzveranstaltungen werden meist lange Kleider getragen. Um die Unterschiede herauszuarbeiten ist es für die verschiedenen Kleiderkategorien hilfreich in Abstufungen zu denken: je eleganter der Anlass, desto aufwändiger und länger ist das Kleid.
Das kleine Schwarze kann auch unter tags bzw. bis 17 Uhr getragen werden. Die Länge ist knieumspielend. Es ist schlicht und elegant. (Dresscode: ‚Semi formal‘)
Das Cocktailkleid wird ab 17 Uhr getragen. Es ist aufwendiger verarbeitet, besticht durch extravagante Details, wie Stickereien, Pailletten, Applikationen, Rüschen, Volants, und besondere Materialien. Die Kleiderlänge ist variabel, aber nicht bodenlang. Der Schnitt ist entweder körpernah, weit oder in leichter A-Linie. Es kann auch asymmetrische Schnittlösungen mit aufwendiger Verarbeitung haben. Bei der Farbauswahl gibt es keine Einschränkungen. Gedeckte Farben wirken immer eleganter. (Dresscode: ‚Black tie‘ / ‚Semi formal‘)
Das bodenlange, einfache Abendkleid zeigt eine schmale Silhouette und ist aus hochwertigem Material verarbeitet. Es ist schlichter als das große Abendkleid. (Dresscode: ‚Black tie’/ ‚Semi formal‘)
Der Look wird immer durch passende Accessoires, schönes Make-up und
der perfekten Frisur abgerundet.
Das bodenlange, große Abendkleid ist aufwendiger verarbeitet, als das einfache Abendkleid. Spezielle Details, extravagantere Schnitte und Materialien werden verwendet. Das große Abendkleid nähert sich stilmäßig der Ballrobe. Hier verschwimmen die Grenzen. (Dresscode: ‚Black tie‘ oder ‚White tie‘)
Die bodenlange, kleine Ballrobe hat einen schwingenden Rockteil und erlesene Details. Die Schnittlösungen sind aufwendiger. Das Dekolleté ist kleiner als bei der großen Ballrobe. Bei der Farbauswahl gibt es keine Einschränkungen. (Dresscode: ‚White tie‘)
Die bodenlange, große Ballrobe besticht durch exquisite Materialien. Die Schnitte sind opulent bis üppig mit großem Dekolleté – genug Platz für schönen Schmuck. Luxuriöse Details sind die Krönung dieser Kleiderkategorie. (Dresscode: ‚White tie‘)
In meinen Blog-Einträgen informiere ich meine LeserInnen regelmäßig über Stil- & Imagethemen.
Lesen Sie in diesem Beitrag über die Botschaften von Kleidung, denn Kleidung spricht noch bevor Sie sprechen.
Welche Signale senden Sie mit Ihrer Kleidung?
Wie kompetent Sie eingeschätzt werden, hängt nicht nur von Ihrer Leistung ab. Ihre Selbstdarstellung und Ihr Erscheinungsbild sind maßgeblich entscheidend dafür, ob Sie als kompetent und wertvoll im Unternehmen, oder als Repräsentant/-indesUnternehmens, wahrgenommen werden. Haben Sie sich schon einmal überlegt, dass es möglicherweise andere Gründe als Ihre Kompetenzen dafür gibt?
Sind Sie sich wirklich immer bewusst, welche Signale Sie mit Ihrem Kleidungsstil senden?
Alle Menschen, auch Sie, entscheiden innerhalb eines Augenblicks – meist unbewusst und intuitiv – ob wir jemanden sympathisch und ansprechend finden oder nicht. Wie Sie sicher wissen, zählt der erste Eindruck. Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance und dafür bleibt nur wenig Zeit.
Sie wollen wissen, wie viel Zeit Sie haben, um guten Eindruck zu machen? Ungefähr 155 Millisekunden – ja Sie haben richtig gelesen – brauchen Menschen, um sich ein erstes Urteil zu bilden. Ihr Gegenüber hat Sie in entscheidenden Situationen blitzschnell abgecheckt und eingeteilt.
Machen Sie selbst den Test!
Wie wirken diese Damen auf Sie?
Versuchen Sie so schnell wie möglich Ihr Urteil abzugeben.
Bild 1
Bild 2
Bild 3
Was sagen Sie zu Bild # 1? Der Dame im Business-Outfit haben Sie vielleicht die Attribute „kompetent“, „souverän“, „organisiert“, „gepflegt“ oder „vertrauensvoll“ zugeordnet. Die Frau im roten Blazer (Bild 2) vermittelt Ihnen vielleicht das Gefühl, dass sie zielstrebig und entschlossen ist. Sie steht gerne im Mittelpunkt und weiß, wie sie ihren Willen durchsetzen kann. Und die dritte Dame (Bild 3) mit Lederjacke und Baseball-Kappe? Was halten Sie von ihr? Welche Attribute schreiben Sie ihr zu?
Kleidung – als Ausdruck Ihrer Persönlichkeit und Werte
Ihre Persönlichkeit tragen Sie mithilfe von Kleidung und Accessoires für jeden sichtbar nach außen. Diese Tatsache können Sie für sich nutzen. Beeinflussen und ändern Sie den Eindruck, den Sie gerne hinterlassen möchten – bei Ihrem nächsten wichtigen Business-Termin, Ihrem Vortrag, Präsentation Ihres Unternehmens, bei Ihren Vorgesetzten oder Kollegen.
Laut Sozialpsychologe Kevin Hogan (Harvard University), läuft ein komplexer Selektionsmechanismus unbewusst in unserem Gehirn ab und innerhalb von Millisekunden wird entschieden, in welche Kategorie – nach kurzem Blickkontakt – unser Gegenüber einzuordnen ist: in die sogenannten ‚Yes – No- oder Maybe-Kategorien‘.
Falls Sie es sofort in die ‚Yes-Kategorie‘ (Wirkung: kompetent, total sympathisch, erfolgreich, gepflegtes Erscheinungsbild etc.) geschafft haben, haben sie gewonnen. Falls Sie in die ‚No-Kategorie‘ (Wirkung: inkompetent, nicht sympathisch, unbekannt, ungepflegt etc.) fallen, haben sie keine Chance mehr. Wurden Sie der ‚Maybe-Kategorie‘ (Wirkung: eventuell kompetent, nicht ganz unsympathisch, unmodisch, schon gehört von ihm/ihr etc.) zugeordnet,wird es schwer sein in die ‚Yes-Kategorie‘ zu gelangen oder Sie rutschen in die ‚No-Kategorie‘ ab.
Nun könnten Sie sich fragen: Was ist mit meinen inneren Werten? Wie steht es um mein Können, meine Qualitäten? Ihr Gegenüber kann nicht Gedanken lesen und kann auch nicht sofort beurteilen, was sie können oder nicht. Was auf den ersten Blick sichtbar ist, ist ihr Erscheinungsbild und die damit bewusst/unbewusst transportierten Botschaften an die Außenwelt. Daher ist es laut Kevin Hogan unerlässlich einen perfekten ersten Eindruck zu hinterlassen.
Was wollen Sie verändern?
Wollen Sie Farben strategischer einsetzen, einen neuen Look und eine Stilberatung, die Ihre Garderobe auf den neuesten Stand bringt? Sie wollen moderner und souveräner auftreten? Sie wollen für Ihre nächsten Präsentation perfekt vorbereitet sein und optisch punkten? Sie haben ein wichtiges Vorstellungsgespräch oder wollen ein neues Produkt / Ihr Unternehmen präsentieren?
Ein stilvolles und selbstbewusstes Auftreten gelingt Ihnen gleich viel besser, wenn Sie sich dem Anlass entsprechend kleiden. Erfahren Sie, welche Kleidung für Sie geeignet und für Ihre Anforderungen passend ist.
Sie sind an einer individuellen Stilberatung interessiert?
Vereinbaren Sie ein Erstgespräch und informieren Sie sich, welche
Mode transportiert bekanntlich immer eine Botschaft. Sie ist Teil der nonverbalen Kommunikation, ein Code, eine Sprache. Die unterschiedlichen Stilrichtungen erlauben uns, Menschen anhand ihrer Kleidung zu codieren. Das bedeutet, dass Sie die Möglichkeit haben, sich entweder an dem jeweiligen Fashiontrend zu orientieren, sich zu ‚uniformieren‘ oder aufgrund Ihrer Persönlichkeit und Anforderungen Ihren individuellen Stil zu entwickeln. Als Stilberaterin bin ich mit allen ‚Key-Looks‘ und den optischen Wirkungen der verschiedenen Stilrichtungen vertraut.
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Renz, Ulrich. Schönheit: Eine Wissenschaft für sich.
Dumont, Sandy. 7 Days to a More Powerful and Magnetic Image.
Hogan, Kevin. The Psychology of Persuasion.
Willkommen bei LOOK AT YOU!
Mein Name ist Isabella Jaburek-Nourry. Ich bin Stil- & Imageberaterin.
Mit meinen Blog-Beiträgen informiere ich meine LeserInnen regelmäßig über Stil-, Mode- & Trendthemen.
Lesen Sie in diesen Beitrag über Herbst- & Stiltrends.
Herbst-Trends 2018 & Stilberatung
INHALT
Teil I
Ihr Individueller Stil und Wirkungswunsch
Welche Modetrends sind für Sie geeignet?
Eine Stilberatung gibt Antwort
Ablauf einer Stilberatung
Teil II
Die wichtigsten Trend-Themen für Herbst/Winter 2018 inkl. Styling-Tipps
Materialien – Silhouetten – Farben – Muster
Kontakt/Newsletter
Teil I
Ihr individueller Stil und Wirkungswunsch
Bewusst und strategisch gesetzte Stilveränderungen verbessern nicht nur den Wirkungswunsch nach außen, sondern ändern auch nachhaltig Ihr inneres Bild.
Das Eigenbild, das Sie ohnehin bereits in sich tragen, zu hinterfragen, positiv zu bewerten und im Rahmen einer Stilberatung sichtbar zu machen, sei es mittels speziell abgestimmten Farbkombinationen oder einem neuen Kleiderstil, ist erstens eine spannende ‚Reise‘ zu sich selbst, und zweitens bedarf es auch einer Portion Mut, sich außerhalb der eigenen Komfortzone zu bewegen. Persönlicher Stil macht selbstbewusster!
Wer sich mit seinem Auftreten beschäftigt, wird sich – abgesehen von Körpersprache, Stimmtraining oder Umgangsformen – früher oder später auch mit seinem persönlichen Kleider-Stil auseinandersetzen. Am eigenen Image zu arbeiten bedeutet, die eigene Persönlichkeit optisch so zu gestalten, dass mittels Kleidung die beste Wirkung auf andere entsteht.
Dabei tun sich einige Fragen auf: Welcher Stil passt zu mir? Wo trete ich auf? Suche ich den perfekten Business-Look oder den privaten Wohlfühl-Look? Welcher Kleiderschnitt oder Anzug ist für meine Figur geeignet? Wie finde ich meinen persönlichen Stil? Wie möchte ich wirken? Welche Materialien, Muster oder Accessoires unterstreichen meinen Typ? Welche Farbkombinationen und Trends passen mir?
Welche Modetrends sind für Sie geeignet?
In der Mode-Branche herrscht Druck, jede Saison Neues zu kreieren. Viele Designer entwerfen mehrere Kollektionen pro Jahr, obwohl Mode angeblich totgesagt ist und nur mehr ein Spielball gewiefter Marketing-Genies sei, um den ohnehin übersättigten Markt zu bedienen. So rufen es zumindest kritische Stimmen: Alles ist schon da gewesen und nur mehr eine Wiederholung oder Wiederbelebung verschiedener Modetrends.
Bezüglich Trends gilt im Moment das Motto: für jeden Geschmack ist etwas dabei! Das ist verwirrend und nicht richtungsweisend. In den Modezeitschriften werden zu Saisonbeginn Midi- und Makro-Trends, die Top 10s aufgezählt oder die Mega-Trends hervorgehoben. Welcher Fashion- oder Farbtrend ist nun für Sie richtig?
Ich kann Sie beruhigen. Ihr persönlicher Kleiderstil hat wenig bis gar nichts mit den momentan angesagten Trends zu tun!
Eine Stilberatung gibt Antwort
Was in einer Stilberatung in erster Linie herausgearbeitet wird, kann am besten mit dem Wort ‚Zeitlosigkeit‘ beschrieben werden. Damit meine ich folgendes: Egal welcher Trend momentan angesagt ist, Ihre Kleidung ist perfekt auf Ihren individuellen Farbtyp, Proportionen, Persönlichkeit und momentane Lebenssituation abgestimmt.
Sich mit Stil zu beschäftigen ist eine Aufgabe, die ein Leben lang andauert. Das schöne dabei: Man kann ihn immer ein wenig nachjustieren und anpassen. Sie haben Ihren Stil bereits gefunden? In einer Beratung haben Sie auch die Möglichkeit, Ihren Stil zu optimieren oder trendmäßig weiter zu entwickeln.
Draußen auf der Modebühne können Designer eigentlich noch so laut ihre Trends und Hypes ausrufen, es wird Sie peripher bis gar nicht tangieren, denn Sie surfen nach einer Stilberatung völlig gelassen durch den Mode-Dschungel! Sie haben Ihren Stil gefunden!
Welcher Trend auch immer angesagt ist, Sie können ihn nach einer
Stilberatung entweder völlig ignorieren oder integrieren!
Informieren Sie sich in einem unverbindlichen Erstgespräch, welche Beratung für Sie passend ist.
Trends im Auge zu behalten ist per se nicht schlecht. Sie zeigen damit, dass Sie informiert und modeinteressiert sind. Ob der Trend zum eigenen Stil passt, kann auf Wunsch im Zuge einer Farb- und Stilberatung herausgearbeitet oder bei einer Shopping-Tour berücksichtigt werden!
KARO – VON GLENCHECK bis HAHNENTRITT
Karo-Muster erleben soeben ein totales Comeback. Karo zeigt sich in all seinen Facetten: von Glencheck bis Tartan, von Argyle bis Vichy, Pepitas oder Gitterkaro – es ist das angesagte Muster der Saison. Karo wird sich quer durch alle Produktpaletten in der Damen- sowie Herrenmode zeigen und darf auch wild gemixt werden. Achten Sie auf die Farbgebung und die Größe der Musterung. Karomuster klein dosiert hat auch seinen Reiz. Es muss nicht gleich ein kompletter Anzug in Karo sein.
TIPP: Großflächig getragene Karo-Musterung passen Silhouetten mit ausgewogener und gerader Körperform sowie Frauen mit extravagantem Styling. Extravaganz kommt über großflächige Checks auch bei den Herren gut an. Der Rollkragenpullover ist der perfekte Begleiter zum Karo-Sakko.
TON in TON
Feinste Nuancen aus einer Farbfamilie geben dem Look das gewisse Etwas. Den Begriff ‚Colourmelting‚ werden Sie in dieser Saison des Öfteren hören. Die optische Wirkung des farbigen Zusammenspiels ist einzigartig und fulminant. Alles ist aufeinander perfekt abgestimmt. Das harmonische Farbarrangement ist zwar eine Herausforderung, dafür aber ein optischer Augenschmaus.
TIPP: Ton-in-Ton-Outfits sind perfekt für kleinere Frauen. Der Farbverlauf in einer vertikalen Linie wirkt streckend. Das gleiche gilt für den modebewussten Herren.
FLOWERS – PRINTS – LOGOS
Blumenmuster und diverse Prints begleiten uns schon seit einigen Saisonen. Leoprints & Co, entweder in klassischer Kombination oder in knalligen Farben, sind auch diesen Winter wieder angesagt. Logos im Riesenformat waren auf den Laufstegen nicht zu übersehen. Sie zierten Schals, Jacken, Kappen, Trikots oder Kleider. Motto-Shirts und Hoodies, sei es für Damen oder Herren, sind mit großen Lettern und Schriftzügen versehen. Sie wirken expressiv und dynamisch.
TIPP: Ein Teil mit auffälliger Musterung oder Print reicht pro Outfit. Große Logos sollten nicht an Körperstellen platziert sein, die Sie eigentlich gerne kaschieren möchten. Ein T-Shirt mit Riesen-Lettern bei großer Oberweite wäre kontraproduktiv.
THE 80s
Drapierte, enge Kleider, Ledermäntel mit breiten Ärmeln und betonte, starke Schultern sind stilistisch mit diesem Jahrzehnt fest verbunden. Selbst die Acid Washed Jean wurde bei manchen Designern wiederbelebt. Dennoch wirkt der Look sehr frei in der Umsetzung. Wenn Crossdressing (siehe unten) angesagt ist, können einzelne Stücke das Styling sogar beleben.
TIPP: Die Stil der 80er war ihr Lieblingsstil? Setzen Sie Stilelemente nur andeutungsweise um – es wirkt nicht so extrem.
CROSSDRESSING
Crossdressing wird bleiben und damit ist das Mixen von verschiedenen Stilwelten gemeint. Sportswear trifft auf Klassik, Romantik trifft auf Western oder Casual Wear trifft auf Feminität. Die moderne Form von Crossdressing bietet die Möglichkeit verschiedene Stile zu vereinen.
TIPP: Es ist schon lange kein Tabu mehr einen klassischen Mantel mit Track-Pants (Hosen mit Galonstreifen), Sneakers und Seidenbluse zu kombinieren.
Beim Thema Crossdressing spielt eine gewisse Detailverliebtheit mit: ein Tunnelzug bei Hosen, Kapuzen, die einen sportlichen Touch mitbringen oder Reißverschlüsse die cool wirken. Tunnelzug oder Kordeln bringen selbst femininen Teilen einen sportlichen Schwung. Streifen zieren nicht nur Hosen, sondern auch Jacken und Shirts mit lässiger Selbstverständlichkeit. Cosy Casual nennt man diesen Look bei den Herren – der Mix von traditionellen Stoffen wie Cord oder Tweed in trendigen Farben gepaart mit Casual-Teilen.
TIPP: Der Mix von verschiedenen Stilwelten lässt Outfits interessanter wirken. Prüfen Sie, ob dieser Look für Ihr Business geeignet ist und nicht zu leger wirkt.
MATERIALIEN – SILHOUETTEN – FARBEN – MUSTER
Sie sind auf der Suche nach speziellen MATERIALIEN?
Halten Sie Ausschau nach: Tüll – wirkt extrem feminin; Satin – Satin-Glanz bringt Glamour in den Look; Fake Fure – Pelzimitat ist ein wichtiges Thema und freut die Tierschützer; Pailletten – bringen selbst bei Tageslicht einen Touch von Discofieber; Scuba – ist ein elastischer Doubleface-Stoff, der stark an Neopren erinnert, allerdings weicher und dünner; Velvet – Glattsamt aus Baumwolle in vielen Ausführungen oder Velour – ein Produkt mit flauschiger Oberfläche.
Die angesagten SILHOUETTEN sind:
entweder lang & schmal (Schlauchkleider), extrem Oversize (Mäntel, Hoodies), ziemlich kurz (Kleider und Röcke), Midi-Länge – bei Röcken und Kleidern, lange A-Linie-Silhouetten (Seidenkleider), betonteHüften (Kleider sowie Mäntel) oder betonte Schultern (bei Jacken und Mänteln).
TIPP: Ihre Körperform ist die Grundlage für die Schnittlinie der Kleidungsstücke! Sie sind groß und schlank – die lange, schmale Silhouette passt!
Bei FARBEN konzentrieren Sie sich auf:
Olivenuancen – werden mit starken Farben gemixt, Braun- und Erdtöne – sind beliebte Nuancen, auch bei Leder und Shearling (Lammfell), leuchtende, ‚elektrische‘ Farben – geben von selbst den Ton an, Rot-Nuancen, Orange , Gelb oder Bordeaux-Rosa-Kombinationen.
TIPP: Achten Sie darauf, welche Farbe Sie beim Gesicht tragen! Versuchen Sie Farben beim Styling zu wiederholen!
Diese MUSTER könnten Sie interessieren:
Blumen-Muster – sind der Dauerbrenner , Leo-Prints – das Wildkatzenmuster kehrt wieder zurück, Block– und Zebra-Streifen – frischen die Garderobe auf, Karo – wird großflächig in allen Schattierungen getragen, Polka-Dots oder Streife – zeigen sich diese Saison sehr facettenreich.
Ihre persönliche Stilberatung – vereinbaren Sie ein unverbindliches Erstgespräch!
Mein Name ist Isabella Jaburek-Nourry. Ich bin Stil- & Imageberaterin.
In meinen Blog-Einträgen informiere ich meine LeserInnen regelmäßig über Stil- & Image-Themen.
Stil beginnt mit einer gut durchdachten Garderobe bzw. einem perfekten Kombinationssystem. Wie das gut gelingen kann, auch mit nur wenigen Teilen? Lesen weiter.
Voller Kasten nichts anzuziehen
Mein letzter Garderobencheck war vor ca. fünf Jahren. Unsere Übersiedlung gab mir Anlass mich komplett von Altlasten zu trennen und einmal ein richtig gutes Kleiderordnungssystem zu finden. Das Ordnungssystem hat sich bis heute bewährt. Es ist übersichtlich, alles griffbereit, nicht zu viel und nicht zu wenig, gute Qualität, immer ordentlich – sofern alles gebügelt und gewaschen ist – egal für welchen Anlass. Einfach herrlich.
Wir leben in einer Wegwerfgesellschaft. Unser Konsumverhalten ist darauf ausgerichtet, viel Kleidung zu kaufen, zu horten oder diese nach Gebrauch einfach wegzuwerfen. Wer es nicht schafft, sich von seinen Kleidern zu trennen, hat das ewige Dilemma: Voller Kasten nichts anzuziehen!
Fast-Fashion macht es möglich: heute trendig, morgen out. In Billigproduktionsländern hergestellte Ware verliert aufgrund minderer Qualität schnell an Form und Farbe, hat keinen Tragekomfort und übersteht meist den ersten Waschgang nicht.
Quantität vor Qualität!
Wer Mode liebt, muss sich ein System zurechtlegen, das immer funktioniert und eine Garderobe aus vielfältig kombinierbaren Puzzleteilen schaffen, die der jeweiligen Lebensanforderung angepasst ist. Eine Business-Garderobe etwa muss den Balanceakt zwischen Komfort und Business-Dresscode meistern. Wichtig ist zu wissen, was Ihre Garderobe jetzt oder in Zukunft können muss.
„Erstaunlich viele Menschen erkennen nicht, in welchem Maße ihre Kleidung sie an eine Identität bindet,
die der Vergangenheit angehört.“
(Elika Gibbs)
Für Damen, die sicher gehen müssen, kein Outfit zweimal zu tragen, sind ausgeklügelte Ordnungsstrategien dienlich. Es gibt viele verschiedene Methoden für die perfekte Garderobe. Das richtet sich natürlich ganz nach den Platzgegebenheiten und Anforderungen.
Zwei extreme Beispiele: Sängerin Jennifer Lopez verwendet beispielsweise eine spezielle Datenbank zwecks Kleiderregistrierung, um sicher zu sein, keine Kleider-Kombinationen zu wiederholen. Über die Garderobe von Queen Elizabeth – sie besucht ca. 300 Veranstaltungen jährlich – wird ebenso penibel Buch geführt. Das dient dazu, um nicht den Überblick zu verlieren – schließlich dürfe sie weder Hüte, Kleidung oder Schmuck mehrmals, innerhalb einer bestimmten Zeit, auf öffentlichen Events tragen.
Man braucht nicht viele Kleidungsstücke, sondern nur die richtigen. Dennoch gilt: Sich von Altlasten zu trennen tut nicht nur der Seele gut. Es bringt erstaunlich viel Freiraum, Zeitersparnis und macht uns zufrieden und glücklich. Das Wort Glück mag hier vielleicht übertrieben klingen, ist es aber nicht. Denn wer ist mit Chaos wirklich glücklich ?
„Ich gehöre nicht zu diesen Menschen, die mit Chaos gut umgehen können. Ich brauche Ordnung und Übersicht. Das erleichtert mir das Leben und gibt mir Struktur.“ So ähnlich, oder sogar noch radikaler, denkt Marie Kondo. Die japanische ‚Profi-Aufräumerin‘ hat dafür ein perfektes System geschaffen.
Ihre „Magic Cleaning“ Philosophie hat ganz konkret mit Entscheidungen zu tun. Nämlich nur noch die Sachen zu behalten, die einem Freude bereiten und der Rest kann entsorgt werden. Laut Kondo sind das ca. zwei Drittel des Haushalts. Ausgemistet wird am besten Kategorie für Kategorie in folgender Reihenfolge: Kleider, Bücher, Papiere, Kleinkram, Erinnerungsstücke.
Die LOOK AT YOU – Methode
Ende Sommer hat mich eine Kundin beauftragt, ihr bei einem großen Garderobencheck zu helfen. Ihre Pensionierung war der Grund sich endgültig von ihrer Businesskleidung zu trennen und frischen Schwung in ihren Kasten zu bringen.
Es wurde Kleidung aus drei verschiedenen Wohnsitzen sortiert, anprobiert, neu kombiniert, abgesteckt für den Änderungsschneider, für den Secondhandladen gesammelt, Erinnerungsstücke in Seidenpapier gepackt, Kleidung gestapelt, Kombinationen fotografiert, eine Einkaufsliste geschrieben usw. – nach ca. 5 Stunden konnte eine gute Übersicht und Systematik geschaffen werden. Den Feinschliff erledigte die Kundin selbst.
Die LOOK AT YOU-Methode ist eine Mischung aus Kondo-Methode, individuellen Wünschen und meinem Know-How, wie man gut kombiniert. Ein Garderoben-Check bedeutet nicht nur den Kasten aufzuräumen, sondern für die vorhandenen Kleidungsstücke ein optimales Kombinations-System zu schaffen, das den persönlichen Anforderungen entspricht. Sie sparen Geld, Zeit, vermeiden Impulskäufe, schaffen eine Übersicht und haben schließlich lange Freude an ihrer Garderobe.
Marie KONDO. Magic Cleaning. Rowohlt Taschenbuch Verlag, 2013;
Elika GIBBS. Mit System zu gutem Stil. Busse Verlag GmbH, 2012.
Willkommen bei LOOK AT YOU!
Mein Name ist Isabella Jaburek-Nourry. Ich bin Stil- & Imageberaterin. In meinen Blog-Einträgen schreibe ich über Stil-, Image- & Mode-Themen. In diesem Beitrag habe ich ein Gespräch in der französischen Botschaft in Wien mit Madame Teixeira Da Silva – die Frau des Botschafters – über französische Mode, Stil und Dresscodes in der Diplomatenwelt geführt.
Madame Teixeira, sind Sie modeinteressiert? War das immer schon so?
Ja, sehr. Nein, das war nicht immer so. Mein Interesse für Mode wurde erst als Studentin in Paris geweckt. Als Zeichen der Zugehörigkeit zu einer Studentengruppe war es wichtig, gut gekleidet zu sein. In dieser Zeit begann ich als Assistentin einer Modejournalistin für die Zeitung Le Monde zu arbeiten. Später war ich auch für das Unternehmen Revlon tätig. Da habe ich viel über Mode gelernt und Gespür für Stil entwickelt.
Haben Sie einen Lieblingsdesigner und was bedeutet Stil für Sie?
Nein, ich habe keinen Lieblingsdesigner. Stil bedeutet für mich die Fähigkeit, Kleidung unterschiedlicher Stilrichtungen gekonnt zu mischen. Ich nenne das ‚mix and match‘. Teure Designerware oder Kleider aus dem Secondhand Shop mit unbekannten Labels so zu kombinieren, dass ein guter Gesamtlook entsteht.
Ein ‚Overall-Look‘ wird dadurch vermieden, denn alles nur von einer einzigen Marke zu zeigen, wirkt meist langweilig. Zu gutem Stil gehören natürlich das richtige Make-Up, eine gepflegte Frisur und passende Accessoires. ‚Overdressed‘, übertrieben angezogen zu sein, kommt für mich nicht in Frage.
Ihr Stil in drei Worten und ist Mode ein Spiegelbild der Gesellschaft?
Diskret – elegant – eklektisch. Ja, Mode ist immer ein Spiegelbild. Ein Spiegelbild sozialer Gruppen, ein Gefühlsbarometer oder Ausdruck einer Lebensweise – ‚way of life‘.
Müssen Sie als Frau des Botschafters einen strengen Dresscode einhalten?
Nein, überhaupt nicht. Ich kann total frei agieren, aber als Repräsentantin und Frau des Botschafters ist es für mich selbstverständlich bei Empfängen gut gekleidet zu erscheinen. Ich mache das bewusst, da es für mich zum guten Ton gehört.
In meiner Garderobe befindet sich genug Kleidung für alle möglichen Anlässe. Es gibt keinerlei Vorschriften und ich werde auch nicht kontrolliert. In Paris gibt es für die Frauen der Botschafter, vor der Entsendung in das Ausland, ein kurzes Training. Das ist alles.
Mode ist immer ein Spiegelbild sozialer Gruppen, ein Gefühlsbarometer
oder Ausdruck einer Lebensweise.
In diplomatischen Kreisen wird Wert auf passende Kleidung und gepflegtes Äußeres gelegt. Wie organisieren Sie Ihre Garderobe bzw. nach welchen Kriterien wählen Sie Ihre Kleidung für offizielle Empfänge in der Botschaft aus? Gewähren Sie uns einen Einblick?
Bezüglich Kleiderordnung für Diplomaten ist es vielleicht sinnvoll, zwischen Karrierediplomaten und Diplomaten, die nicht vom Außenministerium entsendet werden, zu unterscheiden. Bei Karrierediplomaten spielen Dresscodes – mein Mann trägt immer Anzug, Hemd mit Doppelmanschetten und Krawatte – sicher eine größere Rolle.
Wir empfangen hier, in dieser wunderschönen Residenz am Schwarzenbergplatz, ganz unterschiedliche Gäste: Minister, Künstler, Wissenschaftler, Musiker und Diplomaten aus der ganzen Welt. Ich möchte, dass sich unsere Gäste wohlfühlen und ich kleide mich, wie bereits erwähnt, diskret und elegant. Ich habe eine große Garderobe. Im Laufe der Zeit habe ich viele Erinnerungsstücke in der ganzen Welt gesammelt: Schmuck aus Senegal, Schuhe aus Paris, Kleider von unserem Aufenthalt in Portugal, um nur einige Beispiele zu nennen. Bisher habe ich alle Kleider und Accessoires behalten. Irgendwann kommt alles wieder in Mode.
Wer inspiriert Sie? Schauspielerinnen, Stil-Ikonen?
Eigentlich niemand, nicht einmal meine Mutter hat mich inspiriert. Im Laufe der Zeit entwickelte ich meinen eigenständigen Stil. Zur Anregung lese ich gerne Modemagazine und Fashion-Blogs.
Bei Stil, Eleganz und äußerem Erscheinungsbild geht es in erster Linie um die ‚Gesamtoptik‘. Zuerst sollte jedoch die Person gesehen werden und dann erst das Kleid, der Anzug, die Accessoires. Sind teure Marken ein Garant für einen stilvollen Auftritt?
Nein, überhaupt nicht. Markenware alleine genügt nicht, denn es zählt das Zusammenspiel von Manieren, Bewegung, Kleidung, Sprechweise und der Person selbst.
Französinnen zeigen Eleganz und Stilsicherheit und wirken dabei ganz gelassen. Anscheinend liegt das an der Einstellung zur Schönheit, die Kunst das Leben zu genießen – das Savoire-vivre. Wie sehen Sie als Französin dieses ‚Außenbild‘?
Ja, das stimmt. Wir haben diesen Ruf und sind stolz darauf. Es hat schon viel mit unserer Lebenseinstellung zu tun. Wir lieben es, uns gut zu kleiden, mit Freunden zusammen essen, auszugehen und das Leben zu genießen. Wenn ich in Paris bin treffe ich mich sehr gerne mit meinen Freundinnen zum Einkaufen und Bummeln. Wir achten auf ein gepflegtes Äußeres und auf gute Manieren. Allerdings zeigt sich das Straßenbild in der Modehauptstadt Paris sehr unterschiedlich. Nicht jede Frau kann sich ständig neue Kleider leisten und gestylt im Café sitzen. Das ist auch eine Frage des Einkommens und des Milieus.
Mode macht kulturelle Hintergründe,spezifische Wertvorstellungen und Lebenseinstellungen sichtbar.
Britinnen mögen sich kecker und ‚more crazy‘, Italienerinnen klassischer und Amerikanerinnen perfekter kleiden. Französinnen zeigen meist gekonnten Stilbruch und scheinen keinem Modediktat zu folgen. Sie haben in unterschiedlichen Ländern gelebt. Können Sie diese skizzierten Bilder bestätigen?
Wir haben in fünf verschiedenen Ländern gelebt. Die skizzierten Bilder stimmen nur bis zu einem gewissen Grad. Es kommt darauf an, wo man sich befindet: Im Stadtgebiet oder auf dem Land. In den Städten ist die Bevölkerung sicherlich modebewusster. In Moskau, um ein Beispiel zu nennen, trifft man auf modern gekleidete Menschen. Nur zehn Kilometer von der Stadt entfernt, sieht man Frauen mit den typisch buntgemusterten Kopftüchern.
Das Stadt-Land-Gefälle fand ich immer sehr interessant. Mode ist ein Mittel der Kommunikation, aber sie funktioniert nicht in allen Ländern und Regionen gleich. Mode macht kulturelle Hintergründe, spezifische Wertvorstellungen und Lebenseinstellungen sichtbar. Allerdings werden ästhetische Ideale auch mit Hilfe von Massenmedien verbreitet und führen zu vereinheitlichten Geschmacksmustern.
Es gibt nichts besseres als seinen eigenen persönlichen Stil zu entwickeln. Was würden Sie einer ambitionierten Person raten? Womit beginnt man am besten?
Ich würde sagen, mit der Körperbewegung. Eine stilvolle Person muss sich entsprechend bewegen können. Eine korrekte Körperhaltung verhilft zu einem selbstbewussten Auftritt. Sprache und Wortwahl sind ebenso von Bedeutung. Manieren dürfen auf keinen Fall fehlen. Korrekte Kleidung, dezentes Make-Up und eine guter Haarschnitt sind ausschlaggebend für ein attraktives Auftreten. Das Zusammenspiel aller genannten Faktoren ergibt schließlich ein positives, harmonisches Gesamtbild. Eine Stil- und Imageberaterin zu buchen ist sehr zu empfehlen und eine Einkaufstour mit einem Privat-Shopper kann Wunder wirken.
Welche Mode-Basics oder Stil-Klassiker würden Sie jeder Frau empfehlen?
Einen Bleistiftrock, klassischen Blazer-Mantel, schwarze Hose, weiße Bluse, eine gut passende Jean, Blazer, eine schlichte Handtasche und last but not least das Kleine Schwarze.
Danke für das Gespräch an Madame Teixeira da Silva in der Französischen Botschaft in Wien / www.ambafrance-at.org