Warum Gesichtsformen bei der Wahl von Accessoires entscheidend sind
Accessoires besitzen die Kraft, ein schlichtes Ensemble in ein modisches Statement zu verwandeln, Akzente zu setzen und die Persönlichkeit zu unterstreichen. In der Praxis zeigt sich dabei immer wieder eine fundamentale Wahrheit: Ein Accessoire ist nur so stark wie seine Harmonie mit der Person, die es trägt.
Ein noch so schönes Accessoire kann seine Wirkung verlieren, wenn es mit der Person nicht im Einklang steht. Erst die passenden Proportionen lassen ein Accessoire zu einem gelungenen Bestandteil des Gesamtbildes werden.
Im Zentrum dieser feinen Balance steht das menschliche Gesicht. Es bildet den primären Fokus jeder Begegnung. Die Kunst des perfekten Stylings liegt daher nicht im unreflektierten Folgen kurzlebiger Trends, sondern im tiefen Verständnis von Proportionen und visueller Harmonie. Jedes Gesicht besitzt eine individuelle Architektur, die durch Schmuck, Brillen oder Kopfbedeckungen entweder vorteilhaft oder unvorteilhaft betont wird. Wer lernt, die eigene Gesichtsform als zeitlosen Wegweiser zu verstehen, schafft ein ästhetisches Gleichgewicht, das jeden Trend überdauert.
Warum Trends nicht immer die beste Orientierung bieten
Modische Trends fungieren in erster Linie als kreative Spielwiese und Inspirationsquelle. Sie zeigen auf, was in einer Epoche technisch, kulturell oder ästhetisch machbar ist. Sie sollten jedoch nicht als starre Dogmen verstanden werden. Das Problem moderner Trends liegt in ihrer Standardisierung: Ein bestimmtes Brillenmodell oder ein extravaganter Ohrring wird für eine breite Masse konzipiert, ohne Rücksicht auf die feinen anatomischen Unterschiede des Einzelnen.
Unterschiedliche Gesichtsproportionen verlangen nach maßgeschneiderten Lösungen. Ein markanter Trend, wie beispielsweise schmale Matrix-Sonnenbrillen oder massive, geometrische Statement-Ohrringe, mag auf dem Laufsteg an bestimmten Models faszinieren. Im Alltag und auf unterschiedlichen Gesichtsstrukturen übertragen, verfehlen diese Stücke oft ihre Wirkung, wenn die Proportionen des Schmuckstücks mit den natürlichen Linien des Gesichts nicht harmonieren.
Der Unterschied zwischen modisch und vorteilhaft
Es existiert ein feiner, aber entscheidender Unterschied zwischen einem Accessoire, das an sich modisch ist, und einem, das an einer bestimmten Person vorteilhaft wirkt. Ein hochgradig gehyptes Designerstück verliert augenblicklich an Wirkung, wenn es die Vorzüge des Gesichts und die Konturen unvorteilhaft betont.
Das übergeordnete Ziel eines gelungenen Stylings ist stets
ein ausgewogenes Erscheinungsbild.
Accessoires sollten als visuelle Partner agieren, die die Gesichtszüge harmonisch akzentuieren, Makel optisch ausgleichen und Vorzüge hervorheben. Wenn das Accessoire die Aufmerksamkeit komplett an sich zieht und die natürliche Ästhetik des Gesichts stört, ist der Trend gescheitert. Wahre Eleganz entsteht, wenn das Gesamtbild in sich ruht.
Welche Accessoires die Gesichtsform besonders beeinflussen
Bestimmte Accessoires sind so nah am Gesicht, dass sie dessen optische Wahrnehmung unmittelbar steuern. Ein tieferes Verständnis ihrer Wirkungsweise schützt vor Fehlkäufen.
Sonnenbrillen und Brillen
Kaum ein Accessoire sitzt so zentral im Gesicht wie eine Brille. Sie ist nicht nur Sehhilfe oder Sonnenschutz, sondern ein prägendes Stilmittel, das die Augenpartie definiert und die Nase optisch verkürzen oder verlängern kann.
Die Wahl der passenden Brille entscheidet darüber, ob das Gesicht harmonisch oder disharmonisch wirkt. Für das feine Zusammenspiel von Gesichtsform und Brillendesign ist eine umfangreiche Auswahl an unterschiedlichen Fassungen hilfreich. Durch das Ausprobieren verschiedener Linienführungen lässt sich das Modell finden, das die individuelle Physiognomie perfekt unterstreicht. Eckige Rahmen verleihen runden Gesichtern die nötige Struktur, während runde Gläser die harten Kanten eckiger Gesichter elegant abmildern.
Ohrringe
Ohrringe rahmen das Gesicht direkt auf Augen- und Kieferhöhe ein. Ihre Länge, Breite und Form bestimmen maßgeblich, wie die Konturen des Gesichts wahrgenommen werden. Lange, filigrane Hänger strecken die Halspartie und das Gesicht, was runden Gesichtern schmeichelt. Breite Creolen oder opulente Stecker hingegen lenken den Blick und schenken schmalen oder länglichen Gesichtern die nötige optische Breite.
Halsketten
Obwohl sie tiefer sitzen, beeinflussen Halsketten die Wahrnehmung der Kinn- und Halspartie enorm. Kurze Ketten wie Choker betonen die Horizontale und verkürzen den Hals optisch – ideal, um einen langen Hals auszubalancieren. Lange V-förmige Ketten hingegen ziehen das Auge nach unten und verlängern die Silhouette eines runden oder herzförmigen Gesichts auf elegante Weise.
Hüte und Kopfbedeckungen
Ein Hut verändert die Silhouette des Kopfes grundlegend. Breite Krempen tragen dazu bei, eine hohe Stirn zu kaschieren und die Proportionen eines länglichen Gesichts ausgewogener erscheinen zu lassen. Volumen am Oberkopf, etwa durch Baskenmützen oder hochsitzende Fedoras, streckt wiederum ein rundes Gesicht. Eckige Gesichter profitieren von weichen, asymmetrisch getragenen Modellen, die den strengen Linien die Härte nehmen.
Wer lernt, die eigene Gesichtsform als zeitlosen Wegweiser zu verstehen,
schafft ein ästhetisches Gleichgewicht, das jeden Trend überdauert.
Die wichtigsten Gesichtsformen im Überblick
Um die passenden Begleiter auszuwählen, ist eine genaue Analyse der eigenen Physiognomie unerlässlich. Die Ästhetik unterscheidet im Wesentlichen fünf klassische Gesichtsformen:
Ovales Gesicht
Charakteristische Merkmale: Die ovale Gesichtsform gilt in der klassischen Proportionslehre als besonders ausgeglichen. Die Wangenknochen bilden die breiteste Stelle, während das Gesicht nach oben und unten hin sanft und gleichmäßig schmaler wird. Die Konturen sind weich abgerundet.
Besondere Styling-Vorteile: Aufgrund dieser natürlichen Symmetrie profitiert das ovale Gesicht von einer nahezu uneingeschränkten Freiheit. Fast alle Formen, Längen und Stile von Accessoires harmonieren mit dieser Struktur, ohne das Gleichgewicht zu stören.
Rundes Gesicht
Typische Proportionen: Ein rundes Gesicht zeichnet sich durch eine gleichmäßige Breite und Länge aus. Die Wangenpartie ist voll, die Stirn- und Kinnpartie sind weich abgerundet, und es fehlen ausgeprägte Ecken oder harte Kanten.
Welche Formen für mehr Kontur sorgen können: Um dem runden Gesicht optisch mehr Tiefe und Definition zu verleihen, empfiehlt sich der gezielte Einsatz von Gegensätzen. Um die weichen Konturen eines runden Gesichts auszugleichen, empfiehlt sich der Einsatz kontrastierender Formen. Eckige, klare und längliche Accessoires können das Gesicht optisch strecken und seine Konturen definierter erscheinen lassen.
Eckiges Gesicht
Markante Gesichtszüge: Stirn, Wangenknochen und Kiefer sind bei dieser Form annähernd gleich breit. Besonders der Unterkiefer ist stark ausgeprägt und die Haarlinie verläuft oft recht gerade.
Möglichkeiten zur optischen Balance: Das Ziel bei einem eckigen Gesicht ist die optische Abrundung der harten Linien. Fließende, runde, ovale oder geschwungene Formen schaffen hier einen exzellenten Kontrast und lassen die Gesichtszüge harmonischer und weicher wirken.
Herzförmiges Gesicht
Breitere Stirn, schmaleres Kinn: Diese Form erinnert an ein Dreieck, das auf der Spitze steht. Die Stirnpartie ist ausgeprägt und breit, die Wangenknochen liegen meist hoch, und das Gesicht läuft zu einem spitzen, schmalen Kinn hin zu.
Ausgleichende Accessoire-Wahl: Hier gilt es, das dominante obere Drittel des Gesichts optisch zu beruhigen und dem schmalen Kinn mehr Volumen entgegenzusetzen. Accessoires, die nach unten hin breiter werden oder weiche, organische Kurven aufweisen, eignen sich ideal.
Diamantförmiges Gesicht
Schmälere Stirn und Kieferpartie, breite Wangenknochen: Die breiteste Stelle dieses Gesichts liegt im Bereich der Wangenknochen. Stirn und Kinn treten im Vergleich deutlich zurück und wirken schmaler, wodurch die Wangenpartie als markanter Mittelpunkt des Gesichts hervortritt.
Ausgleichende Accessoire-Wahl: Ziel ist es, die dominante Wangenpartie optisch zu harmonisieren und Stirn sowie Kinnpartie visuell etwas zu öffnen. Accessoires, die den Blick nach oben oder unten lenken und dabei weichere Linien oder reduzierte Breite im Bereich der Wangen betonen, wirken ausgleichend. Geeignet sind insbesondere Formen, die das Gesicht nicht zusätzlich in der Mitte verbreitern, sondern eine ausgewogene vertikale Führung unterstützen.
Längliche Gesichtsform (im Sinne länglicher Proportionen)
Charakteristische Merkmale: Längliche Gesichtsproportionen zeichnen sich dadurch aus, dass das Gesicht deutlich länger als breit wirkt. Häufig gehen damit eine höhere Stirn, eine längere Wangenpartie und eine markantere Kinnpartie einher.
Tipps für harmonische Proportionen: Um das Gesicht optisch zu verkürzen und ihm mehr Breite zu verleihen, sind horizontale Akzente gefragt. Breite, runde oder voluminöse Accessoires unterbrechen die vertikale Dominanz und schenken dem Gesicht optische Fülle an den richtigen Stellen.
So findet man die passenden Accessoires für die eigene Gesichtsform
Um die eigene Gesichtsform verlässlich zu analysieren, bedarf es keiner komplexen Vermessung. Eine der bewährtesten Methoden ist der Spiegel-Test: Man bindet das Haar streng zurück, stellt sich frontal vor einen Spiegel und zeichnet mit einem abwaschbaren Stift (z. B. einem Lippenstift) die exakte Kontur des Gesichts auf der Spiegelfläche nach. Das resultierende Bild offenbart sofort die grundlegende geometrische Tendenz – ob oval, rund, eckig, herzförmig oder länglich.
Schritte zur schnellen Selbsteinschätzung:
Haare vollständig aus dem Gesicht streichen
frontal und auf Augenhöhe vor einen Spiegel stellen
die Kontur des Gesichts (ohne Ohren) auf dem Spiegel nachzeichnen
die gezeichnete Form mit den klassischen Geometrien vergleichen.
Stil und Gesichtsform kombinieren
Die Kenntnis der eigenen Gesichtsform bedeutet keinesfalls, dass der persönliche Stil eingeschränkt werden muss. Wer beispielsweise den minimalistisch-strengen Look liebt, aber ein eckiges Gesicht hat, muss nicht auf geometrische Formen verzichten: Es genügt, zu sanft abgerundeten Hexagonen statt zu harten Quadraten zu greifen. Die Kunst liegt darin, die vorteilhaften Proportionen als formgebende Grundlage zu nutzen, innerhalb dessen sich der eigene Geschmack frei entfalten kann.
Trends gezielt und individuell einsetzen
Sich an Gesichtsformen zu orientieren bedeutet keineswegs, Modetrends gänzlich zu ignorieren. Trends sind eher die Würze des Looks, nicht sein Hauptbestandteil.
Ist beispielsweise eine bestimmte Trendfarbe oder spezielle Materialien wie Schildpatt oder Chunky-Chain-Elemente aktuell en vogue, lässt sich dieser Trend hervorragend aufgreifen – allerdings in einer Form und Dimension, die der eigenen Gesichtsstruktur schmeichelt. So bleibt der Look zeitgemäß, ohne seine persönliche Harmonie einzubüßen.
Die Psychologie hinter harmonischen Proportionen
Die menschliche Wahrnehmung ist genetisch darauf programmiert, Symmetrie und Ausgewogenheit zu suchen. In der Psychologie und der klassischen Kunsttheorie gilt das Prinzip des Goldenen Schnitts als Inbegriff von Schönheit.
Unser Gehirn verarbeitet harmonische Formen mit deutlich weniger kognitivem Aufwand. Empfindet das Auge ein Gesicht und seine Accessoires als stimmig, wird dies unmittelbar als ästhetisch, elegant und anziehend wahrgenommen. Unruhe oder extreme Disproportionen hingegen erzeugen unbewusst visuelle Irritation.
Wie Accessoires bestimmte Gesichtspartien betonen oder ausgleichen können
Der gezielte Einsatz von Accessoires ist aktive Aufmerksamkeitslenkung. Durch glänzende Materialien, markante Formen oder kontrastierende Farben wird das Auge des Betrachters wie von selbst an bestimmte Punkte geführt.
Ein markanter Ohrring lenkt den Blick weg von einer asymmetrischen Haarlinie hin zu den Wangenknochen. Eine geschickt gewählte Brille kann von einer dominanten Kinnpartie ablenken und den Fokus auf die Augenpartie legen. Das Accessoire fungiert somit als kunstvolles Werkzeug zur optischen Modellierung.
Die eigene Gesichtsform fungiert als verlässlicher, lebenslanger Kompass im Dschungel der Modetrends. Während Kollektionen kommen und gehen, bleibt die individuelle Ästhetik der Proportionen und der daraus resultierenden Formen bestehen. Die Kenntnis der eigenen Proportionen und Formen führt zu einem Stil, der über kurzfristige Modetrends hinaus Bestand hat.
Als Stil- und Imageberaterin begleite ich Menschen dabei, durch Farben und Stil sichtbar zu werden – bewusst, authentisch und im Einklang mit ihrer Persönlichkeit. Denn Stil ist mehr als das, was wir tragen: Er hilft uns, uns selbst klarer zu erkennen, unsere Wirkung gezielt einzusetzen und zu verstehen, was wir brauchen, um selbstbewusst unseren Platz einzunehmen.
Isabella Jaburek-Nourry
Ihr Image- & Styleguide
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Portraits von Frauen: AdobeStock_1957862924.jpeg
Mann & Frau Schwarz/Weiß: AdobeStock_1198266680.jpeg
Italienischer Stil steht weltweit für mühelose Eleganz, hochwertige Mode und zeitlosen Chic. Wie schaffen es die Italiener:innen, immer perfekt gekleidet zu sein?
Meine Reise nach Apulien in diesem Sommer war ein echtes Highlight. Zwischen wunderschönen Landschaften und Küsten, historischen Bauwerken voller Geschichte und köstlichen italienischen Genüssen habe ich besonders genau beobachtet, wie Italiener:innen ihren unverwechselbaren Stil leben – selbstbewusst und mit einem feinen Gespür für Details.
Aus meinen Beobachtungen lassen sich fünf simple, aber effektive Stil-Geheimnisse ableiten, die jeden Look sofort aufwerten:
Stil-Geheimnis Nr. 1 – Eine perfekte Passform
Die Kleidung sitzt wie angegossen – Hosen, Röcke und Kleider werden so gewählt, dass sie die Figur optimal in Szene setzen. Italiener:innen wissen genau, was ihnen passt. Und dennoch kombinieren sie ihre Outfits mit einer gewissen Lässigkeit, die ihre Looks mühelos und elegant wirken lassen.
Ein gut sitzendes Outfit hebt die persönlichen Vorzüge hervor und sorgt dafür, dass man sich den ganzen Tag über wohlfühlt. Italienischer Stil lebt von Details, Proportionen und Balance, sodass jedes Kleidungsstück harmonisch wirkt. Wer auf maßgeschneiderte Schnitte, figurbetonte Silhouetten und hochwertige Materialien achtet, erreicht einen Look, der sowohl zeitlos als auch modern ist. Das Geheimnis liegt darin, dass der Stil natürlich und wie selbstverständlich wirkt.
Stil-Geheimnis Nr. 2 – Durchdachte Farb- & Accessoire-Kombinationen
Perfekte Farbkombinationen von Kopf bis Fuß – inklusive Schmuck, Tasche und Schuhen – sind ein echter optischer Genuss. Italiener:innen wissen genau, wie man Farben, Muster und Materialien gekonnt kombiniert, sodass jedes Outfit harmonisch und stilvoll wirkt. Ein abgestimmtes Farbkonzept sorgt dafür, dass der Look elegant, ausgewogen und professionell erscheint, ohne überladen oder aufgesetzt zu wirken.
Accessoires wie Schmuck, Gürtel oder Taschen setzen gezielte Akzente und runden das Outfit perfekt ab. Wer auf harmonische Farbkombinationen und Details achtet, vermittelt automatisch Stilbewusstsein und Geschmack. Der italienische Stil zeigt, dass es nicht nur auf einzelne Kleidungsstücke ankommt, sondern auf die Gesamtharmonie – vom Oberteil über Hose oder Rock bis hin zu Schuhen und Accessoires. So entsteht ein Look, der zeitlos, elegant oder bewusst modisch wirkt.
Stil-Geheimnis Nr. 3 – Der Schuh macht den Look
Schuhe mit eleganten Absätzen, hochwertige Lederloafers oder auffällige Sneakers verleihen dem Outfit Ausdruck und machen den Gesamteindruck komplett. Sie können einem schlichten Outfit sofort Eleganz und Persönlichkeit verleihen, während die falschen Schuhe den Look in Sekundenschnelle unharmonisch wirken lassen.
Schuhe sind nicht nur funktional, sondern ein zentraler Bestandteil des persönlichen Stils: Sie runden das Outfit ab, setzen Akzente und spiegeln den eigenen Geschmack wider. Wer auf hochwertige Materialien, saubere Verarbeitung und die richtige Passform achtet, zeigt nicht nur Sinn für Mode, sondern auch Liebe zum Detail – ein entscheidender Faktor, um einen Look stilvoll wirken zu lassen.
Stil-Geheimnis Nr. 4 – Ein gepflegtes Erscheinungsbild
Es wird auf eine gute Frisur und generell auf ein gepflegtes Äußeres viel Wert gelegt. Es ist ein zentraler Bestandteil des persönlichen Stils, um einen harmonischen, stimmigen Eindruck zu hinterlassen. Ein gepflegtes Erscheinungsbild vermittelt Selbstbewusstsein, Aufmerksamkeit für Details und Respekt gegenüber anderen. Wer auf sein Äußeres achtet, wirkt automatisch professioneller, sympathischer und vertrauenswürdiger.
Ein gepflegtes Auftreten zeigt nicht nur Geschmack, sondern auch, dass man sich selbst ernst nimmt und Wert auf Qualität und Ästhetik legt – Eigenschaften, die sofort positiv wahrgenommen werden.
Stil-Geheimnis Nr. 5 – Mode als Bestandteil des Lifestyles
Stil und Mode gehören zum italienischen Lifestyle. Italiener:innen nutzen Kleidung, Accessoires und kleine Details, um ihre Persönlichkeit und Individualität zu unterstreichen. Ein bewusst gewähltes Modestatement kann ein Outfit sofort aufwerten und macht den persönlichen Stil unverwechselbar.
Es geht dabei nicht nur um Trends, sondern darum, den eigenen Stil selbstbewusst zu präsentieren – sei es durch auffällige Schuhe, besondere Taschen, elegante Schals oder dezente Schmuckakzente. Wer italienischen Stil nachahmen möchte, sollte darauf achten, modische Highlights gezielt und harmonisch einzusetzen, sodass sie das Gesamtbild ergänzen, statt zu überladen.
Ein starkes Modestatement vermittelt Stilbewusstsein, Selbstvertrauen und Geschmack. Im Zusammenspiel mit den vorherigen Stil-Geheimnissen – gepflegtes Erscheinungsbild, perfekte Passform, hochwertige Schuhe, harmonische Farben – entstehen rundum stimmige Look, der sowohl im Alltag als auch zu besonderen Anlässen Eindruck hinterlässt.
Mein Stil-Fazit
Der italienische Stil ist mehr als Mode – er ist eine Haltung. Mit diesen fünf Stil-Geheimnissen bringen Sie ein Stück „Dolce Vita“ in Ihren Alltag und verleihen Ihrem Look italienisches Flair. Qualität und Selbstbewusstsein machen den Unterschied – und das ganz ohne großen Aufwand.
Dabei darf es auch an Kreativität, Freude am Styling und dem Mut zu Experimenten nicht fehlen. Genau das macht den italienischen Stil so lebendig, einzigartig und zeitlos.
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Stiefel können Sie zu jeder Jahreszeit tragen – und fast zu jedem Anlass. Im Trend liegen beispielsweise Cowboy-Boots, Overknee-Stiefel und Chelsea-Boots, die Sie mit den verschiedensten Outfits kombinieren können.
Dabei gibt es sowohl für lässige Looks als auch für einen eleganteren Auftritt den passenden Damenstiefel. Wichtig ist jedoch stets, dass das Outfit und der Stiefel zueinander passen. Nachfolgend gebe ich ein paar Tipps, wie Sie unterschiedliche Stiefel trend- und stilsicher auf Kleider oder Hosen abstimmen.
Welche Kleider passen zu welchen Stiefeln?
Ob Sie sich mit Freund:innen in der Stadt verabredet haben, ins Büro müssen oder auf eine Feier gehen wollen – die Kombination aus einem hübschen Kleid und den passenden Stiefeln ergeben immer einen guten Look. Wenn Sie sich ein lässiges, sportives Outfit wünschen, können Sie zum Beispiel ein weites Maxikleid zu Ihren Stiefeletten tragen.
Für ein gemütliches Outfit bietet sich ein Pulloverkleid an, das hervorragend mit hohen Stiefel kombiniert werden kann. Wer ein Outfit im Boho-Look kreieren möchte, trägt ein blumengemustertes oder weißes Kleid mit braunen Cowboy-Boots.
Falls Sie Overknee-Stiefel bevorzugen, können Sie diese zu einem eleganten Kleid tragen – beispielsweise zu einem einfarbigen Kleid mit klarem Schnitt oder einem Hemdblusenkleid. Ebenso passen die Overknees zu einem Strickkleid. Für dieses Outfit greifen Sie am besten zu Schuhen, die aus mattem Veloursleder bestehen. Weitere mögliche Kombinationen aus Stiefeln und Kleidern, die einen ansprechenden Kontrast oder Stilbruch bieten, sind beispielsweise:
Biker-Boots mit einem besonders femininen Kleid (Pastellfarben, Blumenmuster etc.)
Plateau-Stiefel mit einem schicken Sommerkleid
hohe Lederstiefel mit einem Jeanskleid.
Bei der Wahl der Stiefel sollten Sie auch auf die Farbe achten: Wenn Sie zum Beispiel ein blaues Kleid tragen, können Sie gut zu grauen Stiefeln greifen. Für rote oder beigefarbene Kleider bieten sich Stiefel in Braun an.
Sofern Ihr Kleid gemustert ist, ist es sinnvoll, Stiefel in Unifarben zu tragen. Falls Sie wiederum ein einfarbiges Kleid tragen und den Look etwas aufwerten möchten, können Sie hierfür durchaus auffälligere Stiefel mit Mustern nutzen.
Blumenkleid und derbe Boots? Manchmal hat man Lust auf einen Stilbruch.
Jeans und Stiefel: Wie lassen sie sich kombinieren?
Ähnlich wie bei einem Kleid, gibt es auch für eine Jeans diverse Möglichkeiten, sie mit Stiefeln zu kombinieren. Je nach Bedarf ist es möglich, ein schickeres oder lässigeres Outfit zu kreieren – auch Kontraste sind realisierbar.
Ideal passen Stiefeletten oder hohe Stiefel zu einer Skinny-Fit-Jeans. Hierbei ist es meistens ratsam, die Hose in den Schuhen zu tragen. Bei Stiefeletten wie Ankle-Boots kann es alternativ Sinn machen, die Hose etwas umzukrempeln und so einen kleinen Teil des Beins sichtbar zu machen und damit sowohl Schuhe als auch Hose noch besser zur Geltung zu bringen. Sofern Sie jedoch kurze Beine haben, sollten Sie die Jeans nicht krempeln. Das könnte nämlich dazu führen, dass Ihre Beine kürzer wirken als sie tatsächlich sind.
Wenn Sie mit den Stiefeln und der engen Jeans einen lässigen Look kreieren wollen, können Sie beispielsweise zu einem braunen Schuhmodell greifen. Schwarze oder dunkle Stiefel eignen sich oftmals perfekt für das Büro-Outfit – beispielsweise in Kombination mit einer hellen, edlen Bluse. Falls Sie sich mehr Eleganz in Ihrem Look wünschen, sollten Sie zu Stiefeln mit Absatz greifen: Sie können zum Beispiel ein Modell mit einem Keil- oder Blockabsatz tragen. Ein weiterer Vorteil von Stiefeln mit Absatz: Sie sorgen dafür, dass die Beine optisch länger wirken.
Sofern knallenge Jeans nicht Ihrem Stil entsprechen oder Sie sich etwa mehr Abwechslung wünschen, können Sie eine Straight-Leg-Jeans mit einem schönen Paar Stiefeletten kombinieren. Dabei bietet es sich an, die Hose über den Boots zu tragen. Alternativ können Sie sich für eine 7/8-Jeans entscheiden, die kurz über den Stiefeln endet. Die Jeans-Stiefel-Kombination können Sie schließlich zu einem lockerer sitzenden Oberteil wie einer lockeren Bluse, aber auch zu einem Strickpullover oder einem frühlingshaften Top tragen.
Darüber hinaus können Sie Stiefeletten mit einer Baggy-Jeans kombinieren, die inzwischen wieder sehr beliebt ist. Bei dieser Hose handelt es sich um eine Jeans mit einer lockeren Passform. Sie wird auch als Paggy Pants bezeichnet und kann dem Outfit, zusammen mit den passenden Stiefeln, einen sehr lässigen Touch verleihen.
Jeans und Kleider eignen sich hervorragend, um sie mit Stiefeln zu stylen. Es gäbe noch viele Outfit-Inspirationen in Kombination mit Stiefeln aufzuzählen.
Stiefel kommen nie aus der Mode. Probieren Sie es aus und versuchen Sie den ein oder anderen Look in Ihre Garderobe zu integrieren.
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Imageberatung, Stylingberatung sowie unseren Workshops.
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Wir starten im neuen Jahr mit dem Thema Modetrends. Was zeigen Designer:innen auf den Laufstegen? Welche Farben werden uns im Jahr 2024 begleiten? Welche Materialien und Muster sind in?
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DONNERSTAG, 12. September 2024 / 19 Uhr
Die Macht der Tasche: von der Aktentasche bis zum Weekender
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DIENSTAG, 19. November 2024 / 19 Uhr
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Ein Workshop für Business-Ladies in Schlüsselpositionen, selbstständige Dienstleisterinnen, Berufsumsteigerinnen am Weg zum nächsten Karriereschritt und/oder Gründerinnen, die ihre neue Selbstständigkeit aufbauen.
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Mein Name ist Isabella Jaburek-Nourry. Ich bin Gründerin von LOOK AT YOU, Autorin, Stil- & Imageberaterin.
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Viele halten sie für unwichtig, aber der wirkliche Beweis für
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Schuhe sagen mehr als tausend Worte!
Was Schuhe über Sie verraten
Schuhe spiegeln unsere Charaktereigenschaften wider. Laut einer amerikanischen Studie der University of Kansas und dem Wellesley College gibt es einen direkten Zusammenhang zwischen den Charaktereigenschaften einer Person und ihrem Schuhwerk. Die im ‚Journal of Research of Personality‘ erschienene Untersuchung bestätigt, dass sogar 90% der Charaktereigenschaften anhand der Schuhe erkennbar sind. Als Stil- & Imageberaterin erhöht sich natürlich sofort meine Aufmerksamkeit, wenn ich solche Artikel lese. Immerhin muss ich bei meinen Beratungen sehr präzise Stil-Statements abgeben können.
Mit unserer Schuhwahl verraten wir, wer wir sind oder gerne sein möchten!
Der erste Schuh-Eindruck zählt!
Gut eingetragene und gepflegte Schuhe sind ein Anzeichen für ein emotional stabiles Leben. Menschen, die sich Gedanken machen, wie sie auf andere wirken, kümmern sich eher um ihren Auftritt und tragen hochwertigere Schuhe. Und wer erfolgreich ist oder es sein möchte, investiert in handgemachte Schuhe vom Schuster des Vertrauens. Schuhe und Erfolg sind eng miteinander verknüpft.
Schlechte Schuhe sprechen meist für sich. Sie zeigen an, dass der Besitzer, /die Besitzerin viele Situationen nicht wirklich im Griff hat. Richtige Schuhmuffel, die sich nicht um ihre Schuhe kümmern, gelten als unzuverlässig.
Wer Sneakers trägt wirkt hingegen lässig, entspannt, offen und ambitioniert. Schlichte Schuhe sagen aus, dass man gewissenhaft und ordnungsliebend ist und die Meinung anderer gelten lässt.
High Heels und unbequeme Schuhe sind ein Zeichen für Durchhaltevermögen, eisernen Willen und Entschlossenheit. Was sagen flache Schuhe über eine Person aus? Flache Ballerinas beispielsweise betonen zwar den Fußrücken und verlängern damit die Beinlänge, aber aufgrund der fehlenden Absätze wirken die Gehbewegungen damit oft etwas unbeholfen. Sie wirken mädchenhaft. Auch kostspielige Modelle ändern nichts an der Tatsache, dass aufgrund der veränderten Körperhaltung keine Ernsthaftigkeit aufkommt. Ein kleiner Absatz schadet nicht, um einen besseren Auftritt zu haben.
Schöne Schuhe haben immer Saison!
Schuhe haben gegenüber der Kleidung einen elementaren Vorteil. Während sich die Kleidergröße aufgrund von Ab- und Zunahme des Körpergewichts relativ schnell verändern kann, bleibt die Schuhgröße in der Regel gleich. Ein immenser Vorteil, wenn man bedenkt, dass teure Schuhe trotz Gewichtszunahme nicht im Kasten bleiben müssen. Schöne Schuhe verhelfen zu mehr Stil und haben immer Saison.
Sie möchten Ihren Stil verändern und mehr Farbe in Ihr Leben bringen?
Zunächst sind Schuhe nicht nur zum Schutz unserer Füße da. Sie sind ein wichtiges modisches Accessoire. Sie werten unsere Kleidung auf, verhelfen zu mehr Selbstbewusstsein und komplettieren unser Gefühl-Setting. Schuhe unterstreichen unseren Stil und geben uns Sicherheit. Schuhe sind hoch emotionale Produkte. Schuhsammler:innen können ein Lied davon singen. Sie besitzen Schuhe für jede Lebenssituation, für jeden Anlass und fast jeden Gefühlsausdruck.
Mit Schuhen kaufen wir Gefühle!
Wenn man sich verändern oder seinen Gefühlen Ausdruck verleihen möchte, schlüpft man am besten in neue Schuhe. Die Psychologie der Schuhe muss man dahingehend verstehen, dass sich die Körperbewegung, das Auftreten aufgrund der Absatzhöhe oder der Materialbeschaffenheit mit einem Schlag sofort verändert.
Mit High Heels fühlt frau sich plötzlich sehr sexy. Allein die optische Beinverlängerung hat schon seine Wirkung auf das eigene Verhalten. Die Körperhaltung verändert sich sofort. Laut Psychologen ist das ein Grund, warum Frauen doppelt so viele Schuhe wie Männer besitzen. Oft bleiben sie sogar ungetragen im Kasten stehen. Männer drücken eben ihre Gefühle auf andere Art aus, aber nicht mit Schuhen.
Schuhwechsel: So gelingt der schnelle Stil-Twist!
Sie kennen das sicher. Sie fahren auf Business-Trip oder Kurzurlaub und möchten nur Handgepäck mitnehmen. Für solche Situationen brauchen wir ein bis zwei Paar Schuhe, die im Handumdrehen ein Outfit stilmäßig komplett drehen können. Wie gelingt das am besten? Ein simpel geschnittenes Kleid, das unter Tags mit Sneakers getragen werden kann und am Abend mit High Heels und Schmuck plötzlich sexy und elegant wirkt. Das gelingt übrigens auch mit einem schlichten Anzug. Tauschen Sie die Schuhe, das Hemd und im Nu ist der Look verändert. Anlassgerechte Schuhe ermöglichen einen schnellen Stil-Twist.
schwarze High Heels / pexels.com/apostolos-vamvouras-2285500
Titelbild & bunte High Heels im Text / shutterstock.com/schuhe
Willkommen bei LOOK AT YOU – Ihr Image- & Styleguide!
Mein Name ist Isabella Jaburek-Nourry. Ich bin die Gründerin von LOOK AT YOU, Autorin, Stil- & Imageberaterin.
Lesen Sie in diesem Blog-Eintrag über die Macht der Accessoires und wie Sie damit Ihren Stil unterstreichen können.
Warum sind Accessoires eigentlich so mächtig?
Dafür gibt es mehrere Gründe: Accessoires sind die perfekten Begleiter, mit denen sich fast jedes Outfit im Handumdrehen verändern lässt. Sie sind der Einstieg. Jedenfalls in die Modewelt. Will man sich Modedesign leisten, kauft man sich Accessoires. Weil sie günstiger sind als die Kleidung und weil man sie am häufigsten einsetzen kann.
Mit den schönen Nebensächlichkeiten können wir Akzente setzen und uns im Nu schick machen. Aber die wahre Leidenschaft für Schuhe, Taschen, Gürtel, Sonnenbrillen, Hüte oder Schmuck beinhaltet einen triftigen Kostenrechner-Grund: Nichts kann ein Outfit in so viele verschiedene Outfits verwandeln wie Accessoires. Sie sind richtige Multiplikatoren, um ganz unterschiedliche Stilwelten zu schaffen. Sie können jeden Tag die gleiche Kleidung tragen und trotzdem immer anders aussehen. Unterschätzen Sie daher nicht die Macht der Accessoires.
Accessoires sind Multiplikatoren, um ganz unterschiedliche Stilwelten zu schaffen.
Worauf sollten Sie bei der Auswahl der Accessoires achten?
Der Begriff Accessoires bedeutet ’nebensächlich‘ oder ‚zusätzlich‘. Die schönsten Nebensächlichkeiten muss man gekonnt mixen und unerwartet kombinieren. Strenge Regeln dazu gibt es keine mehr. Jedes noch so schlichte Kleidungsstück wird aber erst durch die passende Sonnenbrille, Hut, Tuch oder Schmuck zum wahren Stil-Statement. Trotzdem gibt es einige Punkte zu beachten:
Aufputz, Statement oder Ergänzung
Überlegen Sie bei der Verwendung von Accessoires deren Wirkung. Ist der Einsatz des Accessoires ein Statement für sich oder soll es dazu dienen, den Look zu unterstreichen. Manche Accessoires wirken alleine durch Farbe oder Material so stark, dass sie dem Rest optisch die Show stehlen bzw. für sich alleine stehen. Es ist eine Frage des Geschmacks und der Abwägung, wie sie eingesetzt werden. Accessoires haben quasi ihr Eigenleben und können verschiedenen Stilwelten zugeordnet werden.
Ein Rock, drei Stilwelten:
Nehmen wir einen eng geschnittenen Rock in Dunkelblau. Mit Ballerinas und Lady-Bag ist der Look ein Klassiker. Mit Bast-Wedges (Keilabsätze) und bunter Tote (großer viereckiger Shopper) wird er zum Sommer-Look. Und mit Sneakers, großer Sonnenbrille und Logo-Bag des Lieblingsdesigners entsteht plötzlich ein Trend-Look.
Ein Anzug, zwei Stilwelten:
Genau dasselbe Spiel gelingt gut mit einem schlichten Herrenanzug (aus Cool-Wool oder Baumwolle für den Sommer). Soll der Anzug im Fokus bleiben, müssen die Manschettenknöpfe, die Schuhe, das Einstecktuch und die Krawatte den Stil verfeinern und unterstreichen. Mit T-Shirt, Sneakers, sportiver Uhr, Schmuck und modischer Sonnenbrille wird dem Anzug im Nu eine lässige Stilnote verliehen.
Passend zum Anlass oder Ihrem Auftritt
Farben und Materialien spielen bei der Auswahl zum jeweiligen Anlass eine wichtige Rolle. Während Sie in Ihrer Freizeit zu kräftigen Farbnuancen oder außergewöhnlichen Materialien greifen können, sollten Sie bei formellen Anlässen tendenziell zu dezenteren Farben und edleren Materialien greifen. Der Anlass, das Ambiente, die Gastgeber:innen und das Thema der Veranstaltung geben die nötigen Hinweise, wie die passende Kleidung inklusive Accessoires aussehen sollte.
Sie sind unsicher, wie Sie wirken und wollen bei verschiedenen Anlässen entsprechend gekleidet sein? Eine Stilberatung hilft Ihnen, punktgenau Ihr Styling abzustimmen.
Subtilität oder Modernität
Manchmal wirkt der Look überladen und nicht authentisch. Finesse und Fingerspitzengefühl sind der Schlüssel für passende Kleidung. Ein überladenes Outfit wirkt nicht authentisch und zu gewollt. Man muss wissen, wann genug ist. Das gilt vor allem bei Schmuck. Verteilen Sie die Accessoires und überlegen Sie die Platzierung. Zu viele Ringe oder Ohrringe, eine zu protzige Uhr oder eine zu große Kette ziehen die Blicke an. Es sei denn, Sie wollen es. Dann brechen Sie das Stil-Bild bewusst und gekonnt.
Setzen Sie mit Accessoires ein Stil-Statement.
Betonen Sie Ihren Look.
Der extravagante Stil verlangt nach Prunk und Außergewöhnlichkeit oder eben genau das Gegenteil – total reduzierte Formen. Der klassische Stil lebt von Zeitlosigkeit und edlen Materialien. Bei einem simplen Outfit können Sie ruhig etwas mehr wagen. Es ist jedoch immer eine Frage des Geschmacks und der Stil-Wirkung, wie Accessoires eingesetzt werden.
Punkten Sie mit einem typgerechten Stil und mit individuellen Farbkombinationen. Mixen Sie zum jeweiligen Stil-Bild die passenden Accessoires und runden Sie Ihr Outfit damit ab. Accessoires sind wahre Alleskönner und helfen Ihnen, Ihren Stil zu unterstreichen oder zu verwandeln.
In diesem Beitrag geht es um die Kostüme der Netflix-Serien‚The Crown‘. Die 5. Staffel startet am 9. November 2022. Es geht weiter mit dem beliebten Queen-Drama und Dianas großen Stil-Momenten, womit sie Modegeschichte schrieb. Ich war selbst Kostüm-Schneiderin, deshalb bin ich sehr an der Aussage der einzelnen Kostüme interessiert.
Eine Preisgekrönte Serie von Netflix
Die Serie ‚The Crown‘ war für Netflix bisher der volle Erfolg. Das Queen-Drama wurde mit Preisen nur so überhäuft. Die 5. Staffel knüpft an die frühen 1990er-Jahre an, als Diana und Charles über die Presse gegeneinander antraten. Prinzessin Diana wird von der Schauspielerin Elisabeth Debicki gespielt. Imelda Staunton wird den Part der Queen übernehmen. Prinz Charles bekommt ein neues Gesicht. Dominic West wird in die Rolle des Prinzen schlüpfen.
Die Unterschiede der einzelnen Charaktere
werden über Farbkontraste in der Kleidung kommuniziert.
Was zeichnet die Kostüme in ‚The Crown‘ aus?
Die Kostüme der Serie sind täuschend echt und bilden bis auf wenige Details die Realität ab. Die ganze Serie ist so konzipiert, dass sie mit der Geschichte der einzelnen Rollen sehr identisch ist. Und trotzdem bleibt noch genug Spielraum zwischen Fiktion und Realität.
Die Kostüm-Designerin Amy Roberts hält sich bei Szenen offizieller Ereignisse, die vielen noch in Erinnerung sind, sehr genau an jedes Detail. Zum Beispiel beim Hochzeitskleid oder dem ‚Revenge‘-Kleid von Lady Diana. Sonst verwendet sie Dianas Kleidung als Inspiration und bildet sie in Anlehnung an die Originale sehr ähnlich ab.
Die einzelnen Charaktere und ihre Farben
Die Unterschiede der einzelnen Personen sind auf subtile Weise ausgearbeitet und werden über Farbtypen und Farbkontraste kommuniziert. So trägt Queen Elisabeth im Gegensatz zu ihrer rebellischen Schwester Margaret eher gedeckte Farbnuancen, um Seriosität, Besonnenheit und Konstanz ihrer tragenden Rolle auszudrücken.
In Realität gelang es Queen Elisabeth immer wieder mittels Farben in heiklen politischen Situationen unterschwellige Signale (‚dress statements‘) abzugeben. Die Kostüme der Serie sind Geschichtenerzähler. Die enge Verbindung und Verknüpfung mit der gesellschaftlichen Rolle der Royals ist auch über die Kleidung ablesbar.
Prinzessin Diana war eine Modeikone. Ihr Stil wurde von Frauen
weltweit nachgeahmt.
Was war typisch für den Stil von Diana?
Lady Diana übernahm royale Pflichten im Namen der Königin und vertrat sie bei Veranstaltungen im gesamten Commonwealth. In den Medien wurde sie für ihre unkonventionelle Herangehensweise an die Wohltätigkeitsarbeit bekannt. Der Kleider-Stil blieb in Bezug auf diese Rolle klassisch, ruhig, feminin und natürlich. Sie verzichtete jedoch auf bestimmte Traditionen, wie beispielsweise das Tragen von Handschuhen bei offiziellen Anlässen und versuchte ihre Garderobe so aufzubauen, dass ihre Rolle als volksnahe Prinzessin betont wurde.
Sie galt als fotogen und war in den 1980er und 1990er-Jahren als Stilikone führend in der Modewelt. Diana war eine Modeikone, deren Stil von Frauen weltweit nachgeahmt wurde. Sie benutzte Mode, um für ihre Wohltätigkeitsarbeit zu werben, sich auszudrücken und damit zu kommunizieren.
Sie war in der Lage, ihre Kleidung so zu wählen, dass sie den klassisch königlichen Erwartungen entsprach, ließ aber gleichzeitig zeitgenössische Modetrends einfließen. Für offizielle Reisen wurde ihre Kleidung so ausgesucht, dass sie zu den Trachten der Zielländer passte.
Was trug Diana privat?
Privat trug sie gerne weite Jacken, Jeans und legere Pullover. Bequeme Kleidung, wie es sich für eine moderne junge Frau und Mutter von zwei Kindern gehörte. Das war typisch für sie.
Sie wusste um das Interpretationsspiel bezüglich der nonverbalen Aussage ihrer Kleidung sehr genau Bescheid. Es gelang ihr echte Stil- & Dress-Statements abzugeben. Das war ihr sehr wichtig und sie beherrschte dieses Spiel bei ihren medialen Auftritten perfekt. Entweder trug sie Etuikleider mit Perlenkette, Schluppen-Bluse aus Seide mit Tupfenmuster und engem Rock – sie zeigte gerne ihre Beine – Blumenkleider oder (Chanel)-Kostüme mit Goldknöpfen. Im privaten Bereich zeigte sie sich casual mit Jeans, T-Shirt und bei Gelegenheit mit Hunter-Gummistiefel. Ein Spiel zwischen auffälliger Abendgarderobe und den für Diana typischen Casual-Look aus gemusterten Pullovern und Statement-Krägen.
Den typischen Diana-Stil würde ich als klassisch dem Zeitgeist entsprechend mit sehr moderner, praktischer und individueller, femininer Note bezeichnen.
Weltberühmt wurde ihr Auftritt im gewagten schwarzen Cocktailkleid –
dem ‚Rachekleid‘.
Dianas Stil nach der Trennung
Nach der Trennung von Prinz Charles wurde ihr Interesse an Mode noch größer. Das war ablesbar an der engen Zusammenarbeit mit wichtigen Designern wie Versace, Armani, Chanel, Dior oder Gucci. Ihr Stil wurde mutiger, gewagter, aber auch sachlicher, wobei strukturierte Kostüme, neutrale Farbnuancen oder skulpturale Kleider eine große Rolle spielten.
Weltberühmt wurde ihr gewagtes schwarzes Cocktailkleid aus Seide, allgemein bekannt als das ‚Rachekleid‘. Sie trug es 1994 beim Fanity Fair Benefiz-Dinner für die Serpentine Gallery im Kensington Garden. Damit wollte sie ihre Wut über Charles und sein öffentliches Statement bezüglich des Ehebruchs mit Camilla ausdrücken. Diana wollte laut ihrer Stylistin Anna Harvey wie um eine Million Dollar aussehen und das tat sie.
Der Stil von Prinz Charles ist der klassische Stil
des englischen Gentleman.
Prinz Charles, der klassische Gentleman
Der englische Anzug besitzt für Kenner bestimmte Eigenschaften, auf die Prinz Charles keineswegs verzichten möchte. Bei einem traditionellen englischen Anzug ist die Schulter wenig bis gar nicht gepolstert. Sie ist meist eher fallend gebaut. Bei einem guten Anzug sind die Knöpfe des Ärmels aufknöpfbar. Die Hosen sind hoch auf die Hüfte und relativ dicht am Bein geschnitten und weisen selten einen Umschlag auf. Die Hose wird besser mit Hosenträgern getragen. Sie sitzen dadurch besser.
Die Taille sitzt hoch, die Rockschöße fallen weich und lang über die Hüften. Die schmale Sanduhrform, welche wir auch von Uniformjacken her kennen, wirkt bei schlanken Männern am vorteilhaftesten. Jacken ohne Schlitz sind sehr selten und fallen deshalb besonders auf. Zum Beispiel der Gemahl der Queen, Prinz Philip, trug häufig Anzüge ohne Schlitz. Sonst hat der englische Anzug seit den 1980er-Jahren zwei lange Seitenschlitze.
Der Stil von Prinz Charles ist der klassische Stil des englischen Gentleman. Da wird es in der 5. Staffel von ‚The Crown‘ nicht allzu viele Überraschungen geben. Sein Stil ist und bleibt zeitlos und elegant. Charles trennt seine Garderobe ebenfalls streng zwischen offiziellen Anlässen und Besuchen auf dem Landsitz, wo er sich in Tweed, Cord-Hose und Barbour-Jacke naturnah zeigt.
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Was ist vom 90er-Jahre Stil der Prinzessin Diana heute wieder modern?
Der Mode-Zeitgeist der frühen 90er war geprägt von der Rückkehr zum Minimalismus im Gegensatz zu den auffälligen Looks und Trends der 1980er-Jahre. Es war das Zeitalter der Supermodels Cindy Crawford, Naomi Campell oder Tatjana Patitz in Leggings mit übergroßen T-Shirts, der Sportswear und Jogging-Hosen. Jeansjacken, Bauchtaschen, das Flanell-Hemd in Karo, transparenter Stoffe oder Oversize-Blazer waren die wichtigsten Modetrends.
Die Grunge-Mode hielt bei beiden Geschlechtern im Main-Stream Einzug. Rave und Hip-Hop Einflüsse kamen ebenfalls in der Mode an. Musik und Filme haben die Trends der 90er entscheidend mitgeprägt. Zu den absoluten Kleiderfavoriten der 90er zählten Jeans, T-Shirts und Jogging-Schuhe.
Die Mode wurde femininer
Ab 1994 wurde die Mode für Frauen femininer und figurbetonter. In Großbritannien und Amerika trug man wieder mehr Maßgeschneidertes. Selbst damenhafte Mode erlebte wieder ein Comeback. Dazu gehörten Bleistiftröcke, Strickjacken, Gürtel, Dessous aus Satin mit Spitzen und taillierte Anzüge. Für lässige Anlässe entschieden sich Frauen für schlanke Capri-Hosen, gepunktete Blusen und Trenchcoats mit Gürtel.
Beide Seiten sind wieder vertreten. Der bequeme Casual-Look mit Jeans, Hoddy, weitem Strick, formlose Streetwear und Joggingschuhe existieren neben ‚taylored forms‘. Das ist schöne, mehr auf Figur geschnittene Kleidung. Denim ist sehr präsent. Am besten von Kopf bis Fuß und Ton in Ton getragen.
Weite, lose und bequeme Looks sind wie bei Dianas privatem Stil vorhanden. In den 90ern kam die totale Fashion-Freiheit. Die ist bis heute geblieben. Diese beiden Bilder nebeneinander gestellt erinnern in abgeschwächter Form an die 1990er-Jahre.
Mein Name ist Isabella Jaburek-Nourry. Ich bin Stil- & Imageberaterin und informieren meine LeserInnen regelmäßig über Stil-, Image- & Modethemen. In diesem Beitrag geht es um Paisley- und um Fantasiemuster und deren Stilwirkung.
Was kommunizieren Muster?
Offen gestanden bin ich ein echter Muster-Muffel. Ich trage kaum Muster und in meinem Kleiderschrank befinden sich nur wenig gemusterte Teile. Warum eigentlich? Das habe ich mich des öfteren selbst gefragt und ich bin zur Ansicht gekommen, dass Muster oft sehr starke Informationen in sich tragen, die mich persönlich nicht ansprechen und meinen Stil in keinster Weise ausdrücken. Dennoch gibt es Muster, die immer wieder mein Interesse wecken.
Muster tragen starke Informationen in sich und erzählen Stil-Geschichten.
Das Paisley-Muster zieht mich beispielsweise magisch an. Und noch zwei weltbekannte Muster sehe ich mir gerne an: das typische Missoni-Muster und die verschiedenen Pucci-Motive. Ich habe mich also auf Muster-Reise begeben und nachgeforscht, was es mit diesen Motiven auf sich hat. Machen Sie mit mir eine kleine Muster-Reise.
Muster kommunizieren immer. Sie haben eine Botschaft und drücken Gefühle aus. Sie erzählen ihre eigenen Geschichten und sind in Stoff gewebte Fantasien oder Erinnerungen. Muster haben ihr Eigenleben und harmonisieren nicht immer mit der individuellen Ausdrucksweise.
1. Das Paisley-Muster –
ein orientalisches Muster mit Geschichte
Eine Reise von Persien nach Europa
Das Paisley-Motiv ist eine Ableitung vom ursprünglichen persischen Boteh-Muster aus dem 15. Jahrhundert. Das Muster wurde durch Importe der East Indian Company nach Europa im 17. Jahrhundert bekannt. In Indien wird die Grundform des Musters mit der Mango-Frucht, der Knospe von der Dattelpalme oder einem stilisierten Blumenstrauß assoziiert. Das Motiv wird Forschungen zufolge als Symbol des Lebens und der Unendlichkeit betrachtet. Der Name Paisley stammt jedoch von der gleichnamigen Produktionsstätte in Schottland.
Das Paisley ist ein dekoratives, filigranes Muster. Seine Grundform besteht aus einem blatt- oder tropfenähnlichen Symbol. Es ist reich detailliert und verziert und auf hochwertigen Stoffen sieht das geschwungene Muster elegant und exklusiv aus. Queen Victoria von Großbritannien erkannte dies und ließ sich Schals und Tücher mit diesem eleganten Motiv fertigen. Das Muster wurde in England und in Frankreich sehr beliebt und zum fixen Bestandteil in der Modewelt.
Das Paisley-Motiv ist ein dekoratives Muster und auf hochwertigen Stoffen sieht es elegant und exklusiv aus.
Das Muster geriet in Europa in Vergessenheit und feierte ein echtes Comeback durch die Hippies in den 70er-Jahren. Der erfolgreiche italienische Designer Gimmo Etro brachte 1968 bedruckte Paisley-Stoffe aus Indien nach Italien. Das Label Etro ist bis heute bekannt für seinen farbenprächtigen Muster-Mix mit diesem Motiv und ähnlichen Ethnomustern. Veronica Etro – die Tochter des Hauses Etro ist für die Damenkolletktionen zuständig – ist wie ihre Eltern überzeugt von dieser Musterung und zeigt es fortlaufend in verschiedenen Variationen in ihren Kollektionen.
Es gab auch Zeiten, wo das Muster als altbacken abgestempelt wurde. Aber es ist immer wieder von Designern aufgegriffen und neu interpretiert worden.
Die Stilwirkung des Paisley-Musters
Es wirkt zeitlos, elegant, weich, traditionell, orientalisch oder konservativ. Was kommunizieren Sie, wenn Sie diese Muster tragen? In erster Linie kommt es darauf an, wo das Muster eingesetzt wird, wie es interpretiert wurde, auf welchem Stoff es gedruckt ist und welche Farben im Design vorkommen.
Paisley ist nicht gleich Paisley. Wenn es von amerikanischen Jugendgangs in Form von Bandanas (Stirnband aus Baumwolle) als Erkennungszeichen getragen wird, bekommt die Stilwirkung eine aggressive Konnotation. Edle Seidenkrawatten oder Stecktücher mit Paisley-Mustern in der klassischen Herrenabteilung erfreuen sich selbst im gehobenen Business-Bereich an Beliebtheit. Auf hochwertigen Stoffen sieht das geschwungene Muster immer elegant und exklusiv aus. Das Wissen über die Wirkung und vor allem über die Herkunft des Musters hilft, um seinen eigenen Stilausdruck steuern zu können.
2. Fantasiemuster von Designern
Welche Muster erregen Aufmerksamkeit? Die bisher beschriebenen Musterarten – siehe auch ‚Was ist die Stilbotschaft von Mustern?‘ (Teil 1) – haben beispielsweise eine sehr klassische oder feminine Wirkung, ganz im Gegensatz zu kreierten wilden Fantasiemustern. Diese Musterungen haben kein spezielles Thema, stehen aber oftmals im Zusammenhang mit einer Unternehmensgeschichte. Kreative Designer haben ihr eigenes Muster entworfen und sind aufgrund ihrer Entwürfe weltberühmt geworden. Diese Muster haben einen sehr hohen Wiedererkennungswert.
Emilio Pucci’s psychedelische Motive
Die Muster des italienischen Designers Emilio Pucci erkennt man sofort. Pucci ist berühmt für seine farbenfrohen psychedelischen Motive. Die Modemarke Pucci gibt es seit den 50er-Jahren und in den 60er- und 70er-Jahren kleidet er den internationalen Jeset ein. Die typischen Pucci-Muster sind wieder sehr aktuell.
Während die typischen Pucci Motive keinem Gesetz folgen, sondern sozusagen frei verlaufen, kann man bei den Missoni-Mustern einen Rapport erkennen.
Die Stilwirkung von Fantasiemustern
Muster haben immer einen Größen-Maßstab. Muster haben einen kleinen, mittelgroßen oder großen Maßstab. Dieser Maßstab sollte mit dem eigenen Körpermaßstab, mit dem Körpergewicht und den Proportionen im Einklang stehen, denn so kann eine ideale optische Harmonisierung der Proportionen zustande kommen.
Zum Beispiel: Ein kräftig gebauter Körper braucht ein mittelgroßes bis großes Muster, damit es gut zur Geltung kommt. Ist die Musterung zu klein oder das optische Gewicht nicht ausreichend, stimmen die Dimensionen mit dem Muster nicht überein.
Pucci- oder Fantasiemuster sind ideal, um beispielsweise von nicht perfekten Körperzonen abzulenken. Die Augen der Betrachter können beim Musterverlauf keinen Fixpunkt erkennen. Beim Kaschieren mit Mustern ist es wichtig, dass das Auge sich nirgendwo festhalten kann. Der unregelmäßige Musterverlauf lenkt also die Blicke!
Die Stilwirkung von unruhigen Mustern ist ideal für Personen, die gerne ihre Expressivität zeigen möchten. Expressive Muster fallen auf und sind am besten in der Abteilung des extravaganten Stils aufgehoben. Die Frage ist immer, was möchten Sie ausdrücken, was möchten Sie kommunizieren? Wie möchten Sie auf andere wirken? Sind Sie ein Freigeist, der sich nirgendwo festlegen möchte? Dann passen Ihnen Muster mit unregelmäßigem Rapport und ausdrucksstarken Farben. Probieren Sie es aus, Sie werden sehen, dass das Muster Sie dabei unterstützen wird.
Missoni’s Zick-Zack-Fantasien
1953 hat Ottavio Missoni zusammen mit seiner Frau Rosita das italienische Modelabel gegründet. Das Label Missoni ist international für seine farbenfrohen Textilien und Strickwaren bekannt. Das typische Missoni-Muster besteht aus einem speziellen Zick-Zack Musterverlauf.
Es wirkt auf den ersten Blick sehr einfach, aber die fantasievollen Farbkombinationen erscheinen wie eine Art verschwommener Wasserfall. Missoni-Muster gibt es in verschiedenen Größen und Farben. Die Farbzusammenstellungen sind faszinierend und einzigartig.
Designer entwerfen Muster, um ihren Kreationen eine spezielle Handschrift zu verleihen. Ob Designer-Muster ihren Stil ausdrücken bzw. ihren Geschmack treffen, steht zur Debatte. Mit der Wahl unserer Kleidung senden wir Signale nach außen. Ist die Kleidung gemustert, besteht die Möglichkeit, Botschaften noch deutlicher zu unterstreichen.
Ein Muster spricht immer für sich. Wenn Sie wissen, was das Muster bedeutet, wo und wie es getragen wird, können Sie damit bewusste Stil-Botschaften kommunizieren. Der Rapport (die Musterwiederholung) bestimmt unter anderem die Musterwirkung. Der Rapport kann gleichmäßig oder ungleichmäßig sein. Geometrische Muster mit einem regelmäßigen Rapport wirken oftmals strenger als ungeordnete Muster.
Fakt ist, dass wir von vielen Mustern umgeben sind. Sei es in der Natur als auch in unserem Alltag, sei es bei der Bekleidung oder in unserem Wohnraum. Sehen Sie sich um und analysieren Sie in Ruhe die Wirkung der verschiedenen Muster. Lesen Sie dazu auch den ersten Teil des Blogs über die Stilwirkung von Blumen- oder Karomusterungen.
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für Sie ideal ist. ich freue mich auf Ihre Kontaktaufnahme per Mail >